Leonardo Aktie: Downgrade bleibt folgenlos
Die Leonardo-Aktie zeigte sich am Freitag bemerkenswert stabil – trotz einer Herabstufung durch AlphaValue/Baader Europe. Während die Analysten das Rating von „Buy" auf „Reduce" senkten, notierte die Aktie an der Borsa Italiana bei 58,72 Euro und damit 0,34 Prozent im Plus. Auf Xetra stand sie bei 58,04 Euro (+0,14 Prozent).
Wie passt das zusammen? Der italienische Rüstungskonzern profitiert von einem günstigen Umfeld: Die Branche steht unter Strom, nachdem bekannt wurde, dass Ex-Präsident Trump für 2027 höhere US-Militärbudgets plant. Zudem hob Truist Securities am selben Tag das Kursziel für die US-Tochter Leonardo DRS von 47 auf 54 Dollar an – und bekräftigte die Kaufempfehlung.
Paradoxe Analystensignale
AlphaValue/Baader Europe stufte zwar herab, erhöhte aber gleichzeitig das Kursziel. Diese scheinbare Widersprüchlichkeit deutet darauf hin, dass die fundamentale Geschäftsentwicklung intakt bleibt, die Bewertung nach einem Kursanstieg von über 115 Prozent binnen zwölf Monaten jedoch ausgereizt scheint. Das 52-Wochen-Hoch bei 60,18 Euro wurde erst am Donnerstag erreicht – die Luft nach oben wird dünner.
Gleichzeitig stärkt die positive Einschätzung der US-Analysten für Leonardo DRS das Vertrauen in den Nordamerika-Bereich. Dort ist der Konzern über seine Tochter solide verankert.
Strategische Weichenstellungen
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Unterstützung kommt aus einem weiteren Bereich: MBDA, ein Joint Venture von Leonardo, Airbus und BAE Systems, gründete am 5. Januar gemeinsam mit Rheinmetall eine neue Gesellschaft zur Entwicklung von Laserwaffensystemen. Leonardo positioniert sich damit in einem Zukunftsmarkt der Verteidigungstechnik – ein Faktor, der die Herabstufung relativiert.
Der deutsche Branchenkollege Rheinmetall testet derweil weiter Allzeithochs. Leonardo handelt traditionell mit einem Bewertungsabschlag zu deutschen Wettbewerbern, was Investoren derzeit offenbar als Chance sehen.
Nächster Prüfstein Ende Februar
Am 24. Februar legt Leonardo vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr vor. Bis dahin dürfte die Aktie zwischen 57,80 und 60,18 Euro pendeln – solange die technische Unterstützung hält. Der Markt wartet auf konkrete Auftragseingänge, die den steilen Kursanstieg der vergangenen Monate rechtfertigen.
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