Xiaomi Aktie: Jahrestief erreicht
Xiaomi kauft täglich eigene Aktien zurück – doch der Kurs fällt trotzdem weiter. Gestern markierte die Notierung mit 3,45 Euro den tiefsten Stand seit einem Jahr. Gleichzeitig startet das Unternehmen seine bislang größte internationale Produktoffensive. Warum interessiert das die Anleger nicht?
Massiver Aktienrückkauf ohne Wirkung
Am 3. März 2026 erwarb Xiaomi 3,2 Millionen Class-B-Aktien für umgerechnet 11,3 Millionen Euro. Das Unternehmen kauft seit Jahresbeginn nahezu jeden Handelstag eigene Papiere zurück – allein im Februar waren es über 410 Millionen US-Dollar, der höchste Betrag seit mehr als zwei Jahren. Das Gesamtvolumen des Programms liegt bei rund 321 Millionen Dollar.
Die Strategie zeigt bislang keine Wirkung. Über die vergangenen vier Wochen verlor die Aktie mehr als zehn Prozent. Der aktuelle Kurs liegt knapp 49 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Mitte März 2025.
Barcelona-Offensive mit Premium-Anspruch
Nur wenige Tage vor dem Mobile World Congress präsentierte Xiaomi am 28. Februar in Barcelona die globale Version seiner Flaggschiff-Serie. Die Modelle Xiaomi 17 (ab 999 Euro) und Xiaomi 17 Ultra (ab 1.499 Euro) setzen auf Qualcomms neuesten Snapdragon 8 Elite Gen 5 und eine Leica-Kamerakooperation.
Besonders auffällig: Das Leica Leitzphone powered by Xiaomi zum 100-jährigen Leica-Jubiläum. Preis: 1.999 Euro. Zum Vergleich – Xiaomis Hauptgeschäft liegt traditionell im Mittelklasse-Segment. Ob die Premium-Offensive ausreicht, um die strukturellen Probleme zu kompensieren, bleibt fraglich.
Strukturelle Belastungen nehmen zu
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?
Die Speicherchip-Krise trifft Xiaomi härter als die Konkurrenz. Gartner erwartet für 2026 einen Preisanstieg bei Smartphones um 13 Prozent, IDC prognostiziert einen Marktrückgang von 12,9 Prozent. Anders als Apple oder Samsung verfügt Xiaomi nicht über ein starkes Premium-Segment, das niedrige Margen im Volumengeschäft ausgleichen könnte.
In Indien eskaliert der Steuerstreit. Die Behörden werfen dem Unternehmen vor, Zollabgaben auf Lizenzgebühren hinterzogen zu haben. Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen Dollar könnte sich durch Strafen auf über 150 Millionen verdoppeln. Zusätzlich bleiben Vermögenswerte von rund 610 Millionen Dollar eingefroren.
EV-Sparte schwächelt
Die Elektroauto-Auslieferungen fielen im Februar auf 20.000 Einheiten nach 39.000 im Januar. Xiaomi erklärt den Rückgang mit dem chinesischen Neujahrsfest, das die Zahlen regelmäßig um 30 bis 50 Prozent drückt. Dennoch: Das Auslieferungsziel von 550.000 Fahrzeugen für 2026 enttäuschte Analysten. Der anhaltende Preiskampf im chinesischen EV-Markt belastet die Margen zusätzlich.
Entscheidung naht
Am 24. März prüft der Vorstand die Jahresergebnisse 2025 und erwägt die erste Schlussdividende seit dem Börsengang. In den ersten neun Monaten 2025 steigerte Xiaomi den Umsatz um 32,5 Prozent auf über 340 Milliarden RMB, der Gewinn kletterte um 140 Prozent auf mehr als 35 Milliarden RMB. Entscheidend wird der Ausblick: Wie ordnet das Management die Speicherchip-Krise ein? Davon hängt ab, ob die Aktie ihren Boden gefunden hat oder weiter nachgibt.
Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








