Während Legal & General Milliardensummen an seine Aktionäre ausschüttet, blickt der britische Finanzriese besorgt auf die Altersvorsorge der Bevölkerung. Eine neue Studie des Konzerns offenbart massive Defizite bei Millionen von Erwerbstätigen, die ihren Lebensstandard im Alter kaum halten können dürften. Gleichzeitig untermauern solide Geschäftszahlen und ein Rekord-Aktienrückkauf die robuste Verfassung des Versicherers.

Strategischer Fokus auf die Altersvorsorge

Mit der Initiative „Decades Ahead“ rückt das Unternehmen die wachsende Rentenlücke in den Mittelpunkt seiner Strategie. Laut einer aktuellen Untersuchung sind rund neun Millionen Menschen in Großbritannien zwischen 25 und 54 Jahren finanziell nicht ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet. Besonders deutlich wird das Problem beim Blick auf die Zahlen: Das durchschnittliche Rentenguthaben eines 47-Jährigen liegt bei lediglich 27.000 Pfund.

Hohe Lebenshaltungskosten, Pflegeverpflichtungen und unsichere Beschäftigungsverhältnisse identifiziert der Konzern als Hauptbarrieren für den Vermögensaufbau. Legal & General plant nun eine engere Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern und Arbeitgebern, um neue Standards für die Altersvorsorge zu etablieren. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die nicht nur die Grundbedürfnisse decken, sondern auch Wohnkosten im Alter berücksichtigen.

Starke Zahlen und hohe Ausschüttungen

Operativ blickt das Unternehmen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Kernbetriebsgewinn stieg um sechs Prozent auf rund 1,62 Milliarden Pfund. Diese Stabilität ermöglicht es dem Management, die Aktionäre umfassend am Erfolg zu beteiligen. Neben einer Dividendenerhöhung auf 21,79 Pence pro Aktie treibt der Konzern das größte Aktienrückkaufprogramm seiner Geschichte im Volumen von 1,2 Milliarden Pfund voran. Bis 2027 sollen insgesamt über fünf Milliarden Pfund an die Anteilseigner zurückfließen.

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Trotz dieser soliden operativen Basis steht die Aktie kurzfristig unter Druck. Mit einem Schlusskurs von 2,79 Euro am Freitag verzeichnete das Papier auf Sicht von 30 Tagen einen Rückgang von knapp zwölf Prozent. Marktbeobachter führen dies unter anderem auf die allgemeine Volatilität im Sektor zurück, während die fundamentale Kapitalausstattung mit einer Solvenzquote von 210 Prozent weiterhin als sehr sicher gilt.

Wachstum in den Privatmärkten

Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung war das Segment der Privatmärkte, das ein Wachstum von 32 Prozent verzeichnete. Insgesamt verwaltet Legal & General ein Vermögen von 1,2 Billionen Pfund. Auch das Geschäft mit der Übernahme von Pensionsverpflichtungen (Pension Risk Transfer) blieb mit Abschlüssen im Wert von 11,8 Milliarden Pfund ein wichtiger Pfeiler der Unternehmensstrategie.

Zusätzlich gab das Unternehmen Details zur Vergütung der Führungsebene bekannt. CEO António Simões erhielt im Rahmen eines Aktienpakets über 216.000 Anteile, von denen er nach Abzug von Steuern und Abgaben rund 135.000 Stück in seinem Bestand hält. Dieser Schritt unterstreicht die langfristige Bindung des Managements an die Unternehmensziele. Mit der Kombination aus massiven Kapitalrückzahlungen und der Erschließung neuer Wachstumsfelder positioniert sich Legal & General weiterhin als defensiver Wert mit klarer Ausschüttungsstrategie.

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