Legal & General (L&G) richtet seine Sachwert-Sparte international neu aus und setzt dabei auf eine personelle Verstärkung der Führungsebene. Mit der Ernennung globaler Co-Leiter für die Real-Assets-Plattform will der britische Finanzdienstleister seine Strategien für Immobilien und Infrastruktur in Europa, Asien und den USA deutlich ausbauen. Wird diese verstärkte globale Präsenz ausreichen, um die ehrgeizigen Wachstumsziele in einem volatilen Marktumfeld zu erreichen?

Die wichtigsten Eckpunkte der aktuellen Entwicklung:
* Wachstumsziel: Steigerung des verwalteten Vermögens in Private Markets auf über 85 Mrd. GBP bis 2028.
* Dividende: Geplante jährliche Erhöhung der Ausschüttung um 2 % bis 2027.
* Kapitalstärke: Eine Solvency-II-Quote von 217 % unterstreicht die finanzielle Stabilität.

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Fokus auf globale Sachwerte

Gestern gab das Unternehmen die Berufung neuer Führungskräfte bekannt, die künftig die Expansion im Bereich der Immobilien- und Infrastruktur-Eigenkapitalstrategien steuern sollen. Dieser Schritt basiert auf vorangegangenen Akquisitionen, wie der 75-prozentigen Beteiligung an Proprium Capital Partners im Mai 2025. L&G verwaltet derzeit über 70 Milliarden Pfund in privaten Märkten und reagiert mit der Neuausrichtung auf den Branchentrend, bei dem Lebensversicherungen und privates Kapital zunehmend verschmelzen. Eine im Juli gestartete Partnerschaft mit Blackstone unterstreicht diese Ambitionen zusätzlich.

Dividendenpolitik und finanzielle Resilienz

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt die Gewinnbeteiligung der Aktionäre ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie. Das Management plant, die Dividende bis 2027 jährlich moderat zu steigern. Diese Zusage wird durch eine robuste Bilanz gestützt: Die Solvency-II-Quote liegt mit 217 % deutlich über dem regulatorischen Minimum. Das Unternehmen verfügt damit über mehr als das Doppelte des Kapitals, das zur Bewältigung extremer Stressszenarien erforderlich wäre, was den Spielraum für kontinuierliche Ausschüttungen sichert.

Dynamik im britischen Rentenmarkt

Ein wesentlicher Ertragsbringer bleibt das Geschäft mit der Übernahme von Pensionsrisiken (Pension De-Risking). Für das Jahr 2026 wird in Großbritannien ein Marktvolumen von mindestens 40 Milliarden Pfund für Buy-in-Transaktionen prognostiziert. L&G hatte hier im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 4,6 Milliarden Pfund für die Ford-Pensionskassen einen der bisher größten Abschlüsse der Firmengeschichte erzielt.

Ab September 2026 kommen auf große britische Versicherer zudem detailliertere Anforderungen an das Berichtswesen zum Liquiditätsrisiko zu. Dies wird voraussichtlich Anpassungen an der internen Infrastruktur und den Datenprozessen erfordern. Konkrete Details zur operativen Entwicklung liefert das Unternehmen am 11. März 2026 mit der Vorlage der Jahresergebnisse für 2025. Der Ex-Dividenden-Tag ist für den 23. April terminiert, gefolgt von der Hauptversammlung am 21. Mai, bei der Scott Wheway das Amt des Chairmans übernehmen soll.

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