Fünfmal in Folge die eigene Jahresprognose übertreffen — das schafft nicht jeder Konzern. Munich Re schloss 2025 mit einem Nettogewinn von 6,121 Milliarden Euro ab und ließ die selbst gesteckte Zielmarke von 6 Milliarden Euro hinter sich. Hinter dem starken Ergebnis steckt allerdings mehr als solides Underwriting: Der Rückversicherer baut seinen Konzern bis 2030 grundlegend um.

Stellenabbau bei ERGO, Reskilling inklusive

Die Tochter ERGO hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen sozialen Ordnungsrahmen geeinigt. Bis 2030 sollen jährlich rund 200 Stellen wegfallen — insgesamt 1.000 Arbeitsplätze, vor allem in Callcentern, der Schadenbearbeitung und bei standardisierten Verwaltungsaufgaben. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2030 ausgeschlossen; der Abbau soll über Fluktuation, Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen.

Parallel plant ERGO rund 500 Reskilling-Plätze, davon etwa 260 bereits in diesem Jahr. KI und neue Technologien sollen repetitive Tätigkeiten übernehmen und gleichzeitig Kapazitäten für neue Aufgaben freimachen.

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Strategie "Ambition 2030": Rendite und Effizienz

Das Effizienzprogramm ist Teil der Mehrjahresstrategie „Ambition 2030". Bis 2030 will Munich Re jährliche Einsparungen von rund 600 Millionen Euro erzielen, um inflationsbedingte Kostensteigerungen zu kompensieren. Für 2026 sind davon bereits 200 Millionen Euro eingeplant. Die Anlagerendite soll bis 2030 auf 3,4 bis 3,8 Prozent steigen — KI-gestützte Prozesse sollen dabei helfen.

Die Eigenkapitalrendite soll bis Ende 2030 über 18 Prozent liegen, der Gewinn je Aktie um durchschnittlich mehr als 8 Prozent jährlich wachsen. 2025 erreichte die Eigenkapitalrendite bereits 18,3 Prozent — die Ausgangslage für den Umbaukurs ist also solide.

Großzügige Kapitalrückführung, aber auch Gegenwind

Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 24 Euro je Aktie vor — ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2,25 Milliarden Euro, das ab dem 29. April 2026 startet. Die gesamte Kapitalrückführung an Aktionäre summiert sich damit auf 5,3 Milliarden Euro.

Nicht alles läuft jedoch reibungslos: Bei den Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2026 sank das gezeichnete Geschäftsvolumen um 7,8 Prozent. Munich Re verzichtete bewusst auf Verträge, die die eigenen Renditeanforderungen nicht erfüllten — ein Zeichen dafür, dass der Preisdruck in der Rückversicherung spürbar bleibt. Für 2026 peilt der Konzern einen Versicherungsumsatz von 64 Milliarden Euro an. Die Solvenzquote von 298 Prozent zum Jahresende 2025 gibt dabei ausreichend Spielraum, um den Umbaukurs auch in einem weicheren Marktumfeld durchzuhalten.

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