Lanxess Aktie: Tag der Wahrheit
Massive Kursverluste von über 30 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage haben die Lanxess-Aktie nahe an ihr Jahrestief von 13,28 Euro gedrückt. Wenn der Spezialchemie-Konzern am kommenden Donnerstag, den 19. März, seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert, steht die Glaubwürdigkeit der aktuellen Strategie auf dem Prüfstand. Marktteilnehmer warten vor allem auf Signale, wie das Unternehmen dem anhaltenden Margendruck und den hohen Rohstoffkosten begegnen will.
Liquidität und verzögerte Ausstiege
Trotz der schwierigen Lage an der Börse betont das Management die finanzielle Stabilität. Mit einer Liquiditätsreserve von über 1,35 Milliarden Euro aus Barmitteln und Kreditlinien sieht sich der Konzern gerüstet, um anstehende Verpflichtungen wie die Rückzahlung einer Anleihe im Oktober 2026 zu bedienen. Diese Absicherung ist für das Unternehmen essenziell, um in einem volatilen Marktumfeld handlungsfähig zu bleiben.
Eine geplante Entlastung durch den Verkauf der Anteile am Joint Venture Envalior verzögert sich jedoch. Der Partner Advent HoldCo wird die Lanxess-Anteile im Jahr 2026 nicht übernehmen. Dadurch verschieben sich die vertraglich vereinbarten Angebotsfristen auf die Jahre 2027 und 2028. Lanxess bleibt damit vorerst länger in der bestehenden Struktur verhaftet als von einigen Marktteilnehmern erhofft.
Großinvestor nutzt das Kursniveau
Während der Kurs zuletzt am Montag bei 13,63 Euro schloss, nutzen erste Akteure das gedrückte Niveau für Zukäufe. Die UBS Group hat ihre Stimmrechtsanteile laut einer Mitteilung vom 13. März auf insgesamt 5,17 Prozent aufgestockt. Technisch betrachtet wirkt der Titel nach dem rasanten Abverkauf überverkauft, was sich in einem niedrigen RSI-Wert von 24,9 widerspiegelt.
Operativ setzt das Unternehmen auf eine stärkere Spezialisierung, insbesondere im Bereich Kosmetik und Körperpflege. Auf der Branchenmesse „in-cosmetics Global“ in Paris Mitte April sollen neue, nachhaltigere Konservierungsmittel wie „Purox S Scopeblue“ vorgestellt werden. Ziel ist es, über einen reduzierten CO2-Fußabdruck ökologische Mehrwerte zu schaffen, die in einem wettbewerbsintensiven Umfeld stabilere Preise ermöglichen könnten.
Am 19. März wird sich zeigen, ob die jüngsten Preisanpassungen bei Kernprodukten wie 1,6-Hexandiol ausreichten, um die schwache Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres abzufangen. Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr und die Kommentare zur Margenentwicklung werden dabei zum entscheidenden Gradmesser für die weitere Kursentwicklung.
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