Vom 17-Jahres-Tief zurück in die Spur — das ist die Geschichte der Lanxess-Aktie in dieser Woche. Heute legte der Titel nach einer Hochstufung durch JPMorgan noch einmal deutlich zu und notierte zeitweise fast zwölf Prozent im Plus bei 15,60 Euro. Seit Montag hat sich der Kurs um rund ein Drittel erholt.

JPMorgan dreht die Einschätzung komplett um

Der Auslöser ist eindeutig: JPMorgan hat die Aktie von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 15 auf 18 Euro angehoben. Analyst Chetan Udeshi sieht Lanxess als einen der größten Profiteure der anhaltenden Lieferkettenstörungen im asiatisch-pazifischen Raum, ausgelöst durch den Nahost-Konflikt. Der Kölner Chemiekonzern sei einer der wenigen — wenn nicht der einzige — westliche Hersteller in seinen zentralen Produktkategorien.

Das verschafft Lanxess eine ungewöhnlich starke Verhandlungsposition. Weniger Konkurrenz aus Asien bedeutet mehr Preissetzungsmacht und das Potenzial für höhere Absatzmengen — ausgehend von einem derzeit gedrückten Niveau. JPMorgan hat seine EBITDA-Schätzungen für 2026 und 2027 um 15 beziehungsweise 13 Prozent angehoben, unter anderem dank geplanter Kosteneinsparungen von 150 Millionen Euro zwischen 2026 und 2028.

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Zusätzlich wurde ein "Positive Catalyst Watch"-Stempel vergeben — ein Signal, dass JPMorgan vor dem Quartalsbericht am 7. Mai weiteres Aufwärtspotenzial sieht. Die EBITDA-Schätzung für das zweite Quartal liegt 43 Prozent über dem Bloomberg-Konsens.

Short-Squeeze befeuert die Rally

Nicht allein die Analysteneinschätzung treibt den Kurs. Fast ein Drittel der Lanxess-Aktien war leerverkauft — eine außergewöhnlich hohe Quote. Als der Kurs stieg, mussten Short-Seller ihre Positionen schließen und die Papiere zurückkaufen. Diese Zwangsnachfrage hat die Bewegung spürbar verstärkt.

Dabei bleibt die Bilanz ein echter Wermutstropfen. Einem Schuldenberg von rund 2,98 Milliarden Dollar steht eine Marktkapitalisierung von nur etwa 1,39 Milliarden Dollar gegenüber. JPMorgan räumt diese Risiken offen ein, setzt aber darauf, dass eine schnelle Ergebnisverbesserung dem Konzern Spielraum zur Entschuldung gibt.

Der Quartalsbericht am 7. Mai wird zeigen, ob der operative Turnaround tatsächlich Fahrt aufnimmt — oder ob die Rally vorerst vor allem auf Hoffnungen gebaut ist.

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