Kraft Heinz hat an der Börse wahrlich keine leichte Zeit hinter sich – seit Jahresanfang steht ein sattes Minus von über 27 Prozent zu Buche. Doch genau in diese Schwäche hinein senden institutionelle Investoren plötzlich ein starkes Kaufsignal, das aufhorchen lässt. Positionieren sich die "Smart Money"-Akteure hier bereits klammheimlich für den radikalen Konzernumbau, oder greifen sie ins fallende Messer?

Großinvestor wittert Chancen

Während viele Privatanleger angesichts der tiefroten Jahresbilanz das Weite suchen, nutzen Profis die günstigen Einstiegskurse offenbar zum Aufstocken. Jüngste Daten der US-Börsenaufsicht zeigen eine bemerkenswerte Bewegung: Der institutionelle Akteur Inceptionr LLC hat seine Position bei Kraft Heinz massiv ausgebaut und den Anteil um fast 83 Prozent aufgestockt.

Diese aggressive Akkumulation steht im krassen Gegensatz zur allgemeinen Marktstimmung. Oft deutet eine solche Divergenz zwischen fallenden Kursen und steigendem institutionellen Interesse darauf hin, dass Großanleger den fairen Wert des Unternehmens deutlich höher einschätzen als der aktuelle Marktpreis widerspiegelt.

Dividendenabschlag drückt den Kurs

Der jüngste Kursrücksetzer am Freitag – die Aktie schloss bei 21,83 Euro – hatte allerdings auch einen technischen Hintergrund. Der Titel wurde "ex-Dividende" gehandelt. Wer die Papiere bis zum Handelsschluss am Mittwoch im Depot hatte, sicherte sich die Quartalsausschüttung von 0,40 US-Dollar. Der optische Kursabschlag von rund 2 Prozent am Freitag war somit weitgehend eine mechanische Anpassung an diese Auszahlung, die am 26. Dezember erfolgen soll.

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Alles neu in 2026?

Der eigentliche Treiber für die Fantasie der Großinvestoren dürfte jedoch in der Zukunft liegen: Kraft Heinz plant eine gigantische Aufspaltung. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 soll der Konzern in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen geteilt werden:

  • Global Taste Elevation Co.: Hier bündelt man das Wachstumspotenzial mit margenstarken Marken wie Heinz, Kraft Mac & Cheese und Philadelphia.
  • North American Grocery Co.: Dieser Teil soll als "Cash-Cow" fungieren und etablierte nordamerikanische Marken wie Oscar Mayer und Lunchables umfassen.

Dieser Schritt ist auch eine Reaktion auf das schwierige operative Umfeld. Das Management musste zuletzt die Prognose für 2025 senken und erwartet nun einen organischen Umsatzrückgang von bis zu 3,5 Prozent.

Flucht nach vorn

Um der Schwäche im nordamerikanischen Heimatmarkt entgegenzuwirken, setzt der Konzern verstärkt auf internationale Expansion. Ein Beispiel hierfür ist die aggressive Markteinführung von "Heinz Ketchup Zero" in Dubai Mitte November. Mit zucker- und salzfreien Produkten will man im Nahen Osten neue Kundengruppen erschließen – eine Strategie, die zeigen soll, dass zumindest der zukünftige Wachstumsteil des Unternehmens ("Global Taste Elevation") global noch viel Potenzial besitzt.

Anleger blicken nun gespannt auf das Jahr 2026: Gelingt durch die Aufspaltung der Befreiungsschlag, auf den die institutionellen Käufer wetten?

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