Klöckner & Co Aktie: Schwelle fast geknackt
Für die Aktionäre des Stahlhändlers Klöckner & Co bricht die finale Phase an. Bis zum späten Donnerstagabend läuft die verlängerte Frist für das Übernahmeangebot von Worthington Steel. Dem US-Konzern fehlt nur noch ein minimaler Anteil, um den Deal endgültig abzusichern.
Haarscharf an der Zielmarke
Worthington Steel hatte die Hürde für einen Erfolg der Übernahme am 10. März auf 57,5 Prozent gesenkt. Bis zum vergangenen Sonntag sicherten sich die Amerikaner bereits 56,9 Prozent des Klöckner-Grundkapitals. Ein wesentlicher Treiber für diesen hohen Wert ist die unwiderrufliche Zusage der SWOCTEM GmbH, ihr 41,5-Prozent-Paket in das Angebot einzubringen. Vorstand und Aufsichtsrat raten den verbleibenden Anlegern weiterhin zur Annahme der offerierten 11,00 Euro je Anteilsschein. An der Börse notiert das Papier mit aktuell 11,86 Euro sogar leicht über dieser Marke, was die starke Kursrallye von knapp 45 Prozent seit Jahresbeginn unterstreicht.
Strategischer Umbau trägt Früchte
Abseits der Übernahmedynamik präsentiert sich das Düsseldorfer Unternehmen operativ gefestigt. Im vergangenen Geschäftsjahr kletterte das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sondereffekten deutlich auf 171 Millionen Euro. Konzernchef Guido Kerkhoff setzt fokussiert auf margenstarke, verarbeitungsintensive Produkte, die mittlerweile 44 Prozent des Umsatzes ausmachen und den Großteil des Gewinns beisteuern. Um Kapital für diese Strategie freizumachen, trennte sich Klöckner von acht einfachen US-Standorten sowie dem kompletten Brasilien-Geschäft. Die Erlöse fließen direkt in drei neue Großprojekte in Nordamerika, darunter ein Aluminium-Flachwalzwerk in Mississippi und eine Laserblanklinie in Mexiko.
Klarer Fahrplan für die Integration
Die Amerikaner haben unmissverständlich klargestellt, dass es keine nachträgliche Erhöhung des Angebotspreises geben wird. Gelingt der Sprung über die 57,5-Prozent-Marke bis Donnerstag um Mitternacht, peilt Worthington Steel den formellen Abschluss der Transaktion für das zweite Halbjahr 2026 an. Klöckner & Co selbst rechnet für das laufende Jahr dank der verschlankten Struktur mit einem weiteren deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses. Der Sitz des Europageschäfts bleibt im Falle einer erfolgreichen Übernahme vertragsgemäß in Düsseldorf, während das bisherige Management-Team das Unternehmen weiterhin eigenständig führen soll.
Klöckner-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Klöckner-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten Klöckner-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Klöckner-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Klöckner: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








