Commerzbank Aktie: Volle Ausschüttung gesichert
Die Commerzbank schüttet nach einem starken Geschäftsjahr 2025 in nie dagewesenem Umfang Kapital an ihre Anteilseigner aus. Während das Management mit abgeschlossenen Aktienrückkäufen und einer geplanten Rekorddividende für die Hauptversammlung im Mai rüstet, eröffnet die Tochter Comdirect parallel einen Preiskampf im Brokerage-Markt. Diese strategische Doppeloffensive fällt in eine Phase, in der das Übernahmeangebot der UniCredit weiterhin über dem Frankfurter Institut liegt.
Rekordgewinn treibt Dividende
Kürzlich vermeldete das Institut den erfolgreichen Abschluss des sechsten Aktienrückkaufprogramms. Für 524 Millionen Euro erwarb die Bank knapp 15,7 Millionen eigene Papiere. Zusammen mit einem früheren Programm flossen so bereits 1,5 Milliarden Euro an die Investoren zurück. Nun richtet sich der Blick auf den 20. Mai 2026. An diesem Tag soll die Hauptversammlung eine Dividende von 1,10 Euro je Anteilsschein absegnen – ein deutlicher Sprung gegenüber den 0,65 Euro des Vorjahres. Gelingt dies, schüttet das Geldhaus den kompletten Nettogewinn nach Abzug der AT1-Kupons aus.
Basis für diese spendable Politik ist das beste operative Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Im abgelaufenen Jahr kletterte der Gewinn um 18 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro bei gestiegenen Erträgen. Auch für das laufende Jahr hat der Vorstand die Ziele der „Momentum“-Strategie bereits nach oben korrigiert und peilt nun einen Nettogewinn von über 3,2 Milliarden Euro an. An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit allerdings nur bedingt wider. Bei einem aktuellen Kurs von 31,68 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 13,23 Prozent.
Preiskampf im Brokerage
Abseits der reinen Bilanzzahlen positioniert sich der Konzern operativ neu. Die Tochtergesellschaft Comdirect attackiert seit Februar gezielt stark wachsende Neobroker wie Trade Republic. Mit dem neuen „Pure Depot“ und Ordergebühren von einem Euro pro Trade reagiert das Management auf den massiven Kundenzulauf der Berliner Konkurrenz, die ihre Nutzerbasis zuletzt rasant ausbauen konnte. Ergänzende Krypto- und ETF-Angebote sollen helfen, die bestehende Basis von drei Millionen Comdirect-Kunden weiter zu vergrößern.
Der nächste entscheidende Termin für Investoren ist die anstehende Hauptversammlung im Mai. Dort stimmen die Aktionäre nicht nur über die Auszahlung der 1,2 Milliarden Euro schweren Dividende ab. Das Treffen fungiert gleichzeitig als wichtiges Stimmungsbild für den Rückhalt des Managements angesichts des im Raum stehenden Tauschangebots der UniCredit, die bereits knapp 30 Prozent der Anteile hält.
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