Jumia hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Signal in Richtung Profitabilität abgeschlossen. Während der afrikanische E-Commerce-Riese lange Zeit primär für hohe Verluste bekannt war, zeigen die neuesten Zahlen eine signifikante operative Verbesserung. Für Investoren stellt sich nun die Frage, ob der eingeschlagene Sparkurs ausreicht, um das Ziel der Gewinnschwelle bis Ende 2026 tatsächlich zu erreichen.

Fokus auf Kernmärkte

Das Management verfolgt eine Strategie der strikten geografischen Disziplin. Durch den Rückzug aus weniger profitablen Märkten, zuletzt etwa aus Algerien, bündelt Jumia seine Ressourcen auf Regionen mit dem höchsten Wachstumspotenzial. Diese Neuausrichtung ist Teil eines Plans, bis zum vierten Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von Null sowie einen positiven Cashflow zu generieren.

Die Fortschritte bei der operativen Effizienz sind deutlich sichtbar. Im vierten Quartal 2025 konnte der operative Verlust um 39 % auf 10,6 Millionen US-Dollar gesenkt werden. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die Kosten für die Logistik und Abwicklung (Fulfillment) spürbar zu reduzieren, was die Margenstruktur nachhaltig verbessert.

Dynamik trotz Sparmaßnahmen

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Trotz der harten Einschnitte wächst das Kerngeschäft weiter. Der Umsatz stieg im Schlussquartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 34 % auf 61,4 Millionen US-Dollar. Besonders wichtig für die langfristige Substanz: Die Zahl der aktiven Kunden kletterte um 26 %, während die Bestellungen physischer Güter sogar um 32 % zunahmen. Dies deutet darauf hin, dass Jumia trotz reduzierter Marketingausgaben eine höhere Relevanz bei den Verbrauchern erzielt.

Ein entscheidender Faktor für die kommenden Monate bleibt die wirtschaftliche Lage in den afrikanischen Schlüsselmärkten, allen voran Nigeria. Eine Stabilisierung der makroökonomischen Indikatoren könnte das Vertrauen der Konsumenten und damit die Ausgabebereitschaft stärken. Anleger reagierten zuletzt dennoch vorsichtig: Die Aktie verlor im vergangenen Monat rund 27 %, was den Titel mit einem RSI von 25,9 charttechnisch in einen tief überverkauften Bereich gedrückt hat.

Ausblick auf 2026

Die Messlatte für das laufende Jahr liegt hoch. Das Management muss beweisen, dass die Dynamik bei den Bestellungen auch in einem stabilisierten Marktumfeld anhält und die Skaleneffekte die Verluste weiter schmelzen lassen. Der Fokus der Marktbeobachter bleibt fest auf dem Zielkorridor für das vierte Quartal 2026 gerichtet, in dem Jumia erstmals operativ schwarze Zahlen schreiben will.

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