Healwell AI will klinische Studien schneller auf die Beine stellen – und setzt dafür auf ein heikles Gut: Gesundheitsdaten. Zusammen mit dem Partner WELL Health startet das Unternehmen eine Plattform, die Patienten nur dann für Studien anspricht, wenn sie aktiv zustimmen. Kann das der operative Schritt sein, der aus vielen Ankündigungen endlich messbares Geschäft macht?

WELLTRUST: Rekrutierung – aber nur mit Einwilligung

Kern der neuen Plattform WELLTRUST™ ist ein „Consent-first“-Ansatz: Patienten in von WELL betriebenen Kliniken in Kanada können freiwillig zustimmen, für klinische Studien kontaktiert zu werden. Wer ablehnt, wird laut Mitteilung weiterhin normal behandelt – ohne Änderungen in der Versorgung.

Die erste kommerzielle Anwendung nutzt Healwells KI-Engine DARWEN™, um unter den „Opt-in“-Patienten gezielt Menschen mit chronischen, seltenen oder komplexen Erkrankungen zu identifizieren, die für konkrete Studien passen könnten. Genau hier liegt ein Flaschenhals der Branche: Geeignete Teilnehmer zu finden, dauert oft lange und kostet viel Geld.

Warum das strategisch wichtig ist

Für Healwell AI ist der Start von WELLTRUST vor allem ein kommerzieller Meilenstein innerhalb der Zusammenarbeit mit dem wichtigsten strategischen Partner. Der Hebel ist die Reichweite: WELL verweist in der gemeinsamen Mitteilung auf ein Netzwerk von mehr als 240 Kliniken und über 43.000 Gesundheitsdienstleistern in den USA und Kanada. Kombiniert mit einer validierten KI-Plattform soll das Recruiting skalierbarer werden.

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WELLTRUST kommt zudem nicht aus dem Nichts. In einem Unternehmensupdate vom 12. Februar hatte Healwell bereits mehrere Integrationsschritte genannt: Die KI-Fähigkeiten aus Khure und Pentavere wurden demnach in einer DARWEN-basierten Engine gebündelt, Teams für Betrieb und Vertrieb zusammengeführt und Cross-Selling über abgestimmte Orion-Verosource-Initiativen ausgebaut.

Parallel plant das Unternehmen laut demselben Update den Nordamerika-Start von Amadeus AI (digitale, KI-gestützte Patientenakte) in der ersten Hälfte 2026, eine internationale Expansion soll Ende 2026 folgen. Außerdem prüft Healwell ein strategisches Investmentvehikel über 2 Mio. US-Dollar, das an xAI beteiligt ist (xAI habe laut Text am 2. Februar 2026 mit SpaceX fusioniert).

Aktie bleibt unter Druck

Trotz der operativen Nachrichten steht die Aktie weiter unter Verkaufsdruck. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 0,39 Euro – und damit praktisch auf dem 52‑Wochentief, was die schwache Stimmung der vergangenen Monate unterstreicht.

Konkreter wird es schon bald: Die Zahlen für das Geschäftsjahr werden im Quelltext für Ende März 2026 erwartet. Dann dürfte sich zeigen, ob aus der neuen Plattform und der engeren Verzahnung mit WELL Health bereits sichtbare Erlöse oder belastbare kommerzielle Fortschritte entstehen.

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