IREN Aktie: Zweifelhafte Zeiten
IREN Limited hat Purchase Agreements für über 50.000 NVIDIA B300 GPUs unterzeichnet und baut seine Flotte auf insgesamt 150.000 Einheiten aus. Die Ankündigung vom 4. März 2026 zählt zu den größten Hardware-Beschaffungen in der Unternehmensgeschichte. Doch die Reaktion der Börse fällt überraschend verhalten aus.
3,5 Milliarden Dollar für NVIDIA-Hardware
Kanadische und US-amerikanische IREN-Tochtergesellschaften haben Verträge mit Dell-Einheiten über rund 3,5 Milliarden Dollar geschlossen. Die Lieferung der NVIDIA B300 GPUs samt Servern, Speicher und Netzwerkkomponenten erfolgt in mehreren Tranchen während der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Bezahlung ist innerhalb von 30 Tagen nach Auslieferung fällig.
Die neuen GPUs sollen in den luftgekühlten Rechenzentren in Mackenzie, British Columbia und Childress, Texas installiert werden. Mit der erweiterten Flotte von 150.000 GPUs rechnet IREN bis Ende 2026 mit einem AI-Cloud-Umsatz von über 3,7 Milliarden Dollar auf Jahresbasis. Co-CEO Daniel Roberts betont: „Die Skalierung auf 150.000 GPUs positioniert IREN unter den größten AI-Cloud-Infrastrukturanbietern weltweit."
Finanzierung steht – Umsätze noch nicht
Die Finanzierungsbasis ist solide. In den vergangenen acht Monaten hat IREN 9,3 Milliarden Dollar durch Kundenvorauszahlungen, Wandelanleihen, GPU-Leasing und GPU-Finanzierung gesichert. Diese Mittel sollen die zusätzlichen Investitionen von 3,5 Milliarden Dollar für die zweite Jahreshälfte 2026 abdecken.
Allerdings: Die angepeilten 3,7 Milliarden Dollar Jahresumsatz basieren auf internen Annahmen und sind nicht vollständig vertraglich abgesichert. Das Unternehmen verfügt zwar über gesicherte Stromkapazitäten von mehr als 4,5 Gigawatt – schwer zu finden im aktuellen Datacenter-Markt. Doch für das Erreichen des Umsatzziels würden nur etwa 10 Prozent dieser Kapazität benötigt.
Übergangsphase belastet kurzfristig
Der Schwenk vom Bitcoin-Mining zum AI-Cloud-Geschäft hinterlässt Spuren. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 gingen die Gesamterlöse um 23 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück. Das Management führt dies hauptsächlich auf niedrigere Bitcoin-Mining-Einnahmen zurück. Der Umsatz lag bei 184,7 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA bei 75,3 Millionen Dollar – beides rückläufig.
Solange die GPU-Installation läuft und AI-Cloud-Verträge hochfahren, dürften die Quartalsergebnisse schwankend bleiben. Erst wenn die neuen Kapazitäten produktiv werden, soll das AI-Geschäft zur Hauptumsatzquelle werden.
Verhaltene Marktreaktion
Trotz der Dimension der Ankündigung reagierte die Börse verhalten. Während frühere AI-Expansion und Vertragsmeldungen durchschnittlich etwa 10 Prozent Kursaufschlag brachten, fiel die Aktie heute um 6,14 Prozent. Die Diskrepanz zwischen Hardware-Investment und noch nicht vollständig kontrahierten Umsätzen scheint Investoren zu verunsichern.
Mit dem Großteil der GPU-Installation für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, wird die Umsetzungsgeschwindigkeit entscheidend sein. Die Muttergesellschaft gewährt unbeschränkte Garantien für die Verpflichtungen – ein Signal für Skalierungswillen, aber auch für konzentriertes Ausführungsrisiko. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell Kundenverträge in tatsächliche Erlöse umgemünzt werden können.
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