Der radikale Umbau vom Bitcoin-Miner zum KI-Infrastrukturanbieter fordert seinen Tribut. IREN Limited legte kürzlich Quartalszahlen vor, die Investoren enttäuschten: Statt Gewinnen dominiert ein massiver Fehlbetrag die Bilanz, was die Aktie zweistellig ins Minus drückte. Während das klassische Mining-Geschäft schwächelt, wächst die neue KI-Sparte jedoch rasant und wirft die Frage auf, ob der teure Wandel langfristig Früchte trägt.

Die Zahlen im Detail

Die Reaktion an der Börse fiel deutlich aus: Die Aktie verlor nach der Bekanntgabe am 5. Februar mehr als 11 Prozent. Grund dafür ist der harte Aufprall in der Realität der Bilanz. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorquartal von 240,3 Millionen auf 184,7 Millionen Dollar, primär weil die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining deutlich zurückgingen.

Noch schwerer wiegt das Ergebnis unter dem Strich. IREN meldete einen Nettoverlust von 155,4 Millionen Dollar – ein dramatischer Kontrast zum Gewinn von fast 385 Millionen Dollar im ersten Quartal. Dieser massive Umschwung in die roten Zahlen resultiert jedoch nicht allein aus dem operativen Geschäft, sondern aus spezifischen Sondereffekten:

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  • Finanzinstrumente: Hohe nicht realisierte Verluste von 107,4 Millionen Dollar belasteten das Ergebnis (im Vorquartal gab es hier noch hohe Gewinne).
  • Schuldenumwandlung: Kosten von 111,8 Millionen Dollar fielen für die Anpassung von Verbindlichkeiten an.
  • Abschreibungen: Der technologische Wandel erzwang Wertberichtigungen auf Mining-Hardware in Höhe von 31,8 Millionen Dollar.

KI-Sparte als Hoffnungsträger

Während das alte Kerngeschäft Mining zur Belastung wird, zündet der neue Wachstumsmotor. Die Umsätze im Bereich KI-Cloud-Services sprangen sequenziell um fast 137 Prozent auf 17,3 Millionen Dollar an. Dies unterstreicht die Strategie des Unternehmens, sich auf Hochleistungsrechnen für künstliche Intelligenz zu fokussieren.

Untermauert wird dieser Kurs durch eine gesicherte Finanzierung über 3,6 Milliarden Dollar für GPU-Hardware, die direkt an einen Großvertrag mit Microsoft gekoppelt ist. Zusammen mit Vorauszahlungen des Software-Giganten sind damit fast 95 Prozent der geplanten Hardware-Ausgaben für diesen Auftrag gedeckt.

Ausblick und Infrastruktur

Das Management hält am ehrgeizigen Ziel fest, bis Ende des Kalenderjahres 2026 einen annualisierten Umsatz (ARR) von 3,4 Milliarden Dollar zu erreichen. Aktuell liegt dieser Wert bei vertraglich gesicherten 2,3 Milliarden Dollar. Um die Lücke zu schließen, wird die Infrastruktur massiv ausgebaut, unter anderem mit einem neuen 1,6-Gigawatt-Rechenzentrumscampus in Oklahoma.

Entscheidend für die Kursentwicklung in den kommenden Monaten wird die exakte Umsetzung der Hardware-Pläne sein. IREN plant, bis Ende 2026 rund 140.000 GPUs zu installieren. Mit einer Cash-Position von 2,8 Milliarden Dollar per Ende Januar ist die Bilanz für diesen kapitalintensiven Ausbau gerüstet, wenngleich der Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie TeraWulf und Applied Digital spürbar zunimmt.

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