IREN Aktie: Kleine Hoffnungsschimmer?
Die Aktie von IREN geriet nach Vorlage der Quartalszahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 unter Druck. Der Anbieter von KI-Cloud-Diensten und Betreiber von Rechenzentren verfehlte die Umsatzerwartungen der Analysten deutlich – die Aktie sackte im nachbörslichen Handel ab.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Umsatz von 184,7 Millionen US-Dollar verfehlt Konsensschätzung von 229,65 Millionen Dollar klar
- Nettoverlust von 155,4 Millionen Dollar nach Gewinn von 384,6 Millionen im Vorquartal
- Sicherung von 3,6 Milliarden Dollar GPU-Finanzierung für Microsoft-Vertrag
Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück
IREN meldete für Q2 FY26 Gesamterlöse von 184,7 Millionen Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber 240,3 Millionen im Vorquartal. Die Aufschlüsselung zeigt den laufenden Umbau vom Bitcoin-Mining zu KI-Cloud-Diensten: Die Mining-Erlöse sanken von 233,0 auf 167,4 Millionen Dollar, während die KI-Sparte von 7,3 auf 17,3 Millionen Dollar zulegte.
Das adjustierte EBITDA fiel von 91,7 auf 75,3 Millionen Dollar. Der Nettoverlust von 155,4 Millionen steht im Kontrast zum Gewinn von 384,6 Millionen im Vorquartal.
Belastungen durch Sondereffekte
Das Management führt den Gewinnrückgang primär auf nicht zahlungswirksame Posten zurück: Unrealisierte Verluste bei vorausbezahlten Forwards und Wandelanleihen sowie einmalige Schuldenumwandlungskosten summierten sich auf 219,2 Millionen Dollar. Hinzu kamen Abschreibungen auf Mining-Hardware von 31,8 Millionen Dollar im Zuge des Umbaus von ASICs zu GPUs in den Anlagen in British Columbia.
Die aktienbasierte Vergütung schlug mit 58,2 Millionen zu Buche, inklusive beschleunigter Amortisation durch überschrittene Kursschwellen. Ein Steuervorteil von 182,5 Millionen Dollar federte die Verluste teilweise ab.
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Strategische Fortschritte trotz Zahlenschwäche
Trotz der verfehlten Erwartungen vermeldete IREN mehrere strategische Meilensteine. Das Unternehmen sicherte sich eine GPU-Finanzierung über 3,6 Milliarden Dollar für den Microsoft-Vertrag zu einem Zinssatz unter sechs Prozent jährlich. Zusammen mit Microsofts Vorauszahlung von rund 1,9 Milliarden Dollar deckt dies 95 Prozent der GPU-bezogenen Investitionsausgaben ab.
Ein neuer 1,6-Gigawatt-Rechenzentrum-Campus in Oklahoma erhöht die gesicherte Netzleistung auf über 4,5 Gigawatt. Die Netzstudien sind abgeschlossen, der Hochlauf ist ab 2028 geplant. Das Umsatzziel bleibt bestehen: Die Erweiterung um 140.000 GPUs soll bis Ende 2026 wiederkehrende Jahreserlöse von 3,4 Milliarden Dollar generieren.
Liquiditätsausstattung solide
IREN verfügte zum 31. Januar 2026 über liquide Mittel von 2,8 Milliarden Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr sicherte sich das Unternehmen über 9,2 Milliarden Dollar durch Kundenvorauszahlungen, Wandelanleihen und GPU-Finanzierungen.
Co-CEO Daniel Roberts erklärte: „Das vergangene Quartal markierte bedeutende Fortschritte bei Kapazitätserweiterung, Kundenbindung und Kapitalbeschaffung. Wir erleben die bisher stärkste Nachfrage, und diese Nachfrage wird durch bewährte Umsetzungsfähigkeit bedient."
Die nächsten Quartalszahlen werden für den 13. Mai 2026 erwartet. Ob IREN dann die Trendwende gelingt und die ambitionierten Ziele untermauern kann, dürfte für die weitere Kursentwicklung entscheidend sein.
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