Die Lücke zwischen dem, was IREN verspricht, und dem, was der Markt honoriert, ist derzeit beträchtlich. Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 76 Dollar – die Aktie notiert rund 47 Prozent unter ihrem Novemberhoch. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?

Enttäuschende Quartalszahlen als Belastung

Den stärksten Abwärtsdruck erzeugte der Quartalsbericht für das zweite Quartal. IREN verfehlte die Gewinnerwartungen um 0,43 Dollar je Aktie und erzielte beim Umsatz mit 184,7 Millionen Dollar rund 40 Millionen Dollar weniger als prognostiziert. Der Kurs reagierte mit einem Tagesrückgang von knapp 7 Prozent. Seither hat sich die Aktie nicht erholt – auch weil der Bitcoin-Kurs zusätzlich belastet.

Massive GPU-Expansion als Fundament

Die Bullen-These stützt sich auf IRENs aggressive Investitionsstrategie. Das Unternehmen hat Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen und will seine Flotte auf insgesamt 150.000 GPUs ausbauen. Die Auslieferung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant – verteilt auf Rechenzentren in British Columbia und Texas. Mit dieser Flotte peilt IREN einen annualisierten KI-Cloud-Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar bis Ende 2026 an.

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Finanziert wird das Wachstum durch 9,3 Milliarden Dollar an gesichertem Kapital, darunter 3,6 Milliarden Dollar GPU-Finanzierung zu unter 6 Prozent Zinsen. Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind weitere Investitionen von rund 3,5 Milliarden Dollar geplant.

Ein weiterer Faktor, den Optimisten hervorheben: IREN verfügt über mehr als 4,5 GW gesicherter Stromkapazität – weit mehr als die rund 460 MW, die für den aktuellen ARR-Plan benötigt werden. Zuletzt kam ein neuer 1,6-GW-Campus in Oklahoma hinzu. Diese Kapazitätsreserve könnte sich als strategischer Vorteil erweisen, sobald die KI-Nachfrage weiter anzieht.

Nächster Prüfstein: 13. Mai

Am 13. Mai 2026 legt IREN die nächsten Quartalszahlen vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 220 Millionen Dollar. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen erste konkrete Fortschritte beim GPU-Rollout vorweisen kann – denn erst dann dürfte der Markt beginnen, die ambitionierten Jahresziele ernsthaft einzupreisen.

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