Die Zahlen zum zweiten Quartal sorgten für Ernüchterung: Die IREN-Aktie geriet nach der Veröffentlichung am 5. Februar deutlich unter die Räder und setzte ihre Talfahrt auch in den Folgetagen fort. Während das klassische Bitcoin-Geschäft schwächelt, treibt das Unternehmen seinen teuren Wandel zum KI-Infrastrukturanbieter voran. Gelingt der Spagat zwischen sinkenden Mining-Erlösen und massiven Investitionen?

Die Marktreaktion fiel eindeutig aus. IREN meldete einen Gesamtumsatz von 184,7 Millionen US-Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzungen der Analysten. Hauptverantwortlich für die Enttäuschung war das Bitcoin-Mining. Die Erlöse in diesem traditionellen Kerngeschäft sanken auf 167,4 Millionen US-Dollar. Dieser Rückgang verdeutlicht die Herausforderung, während Ressourcen zunehmend in den Aufbau der KI-Sparte fließen.

Einen Lichtblick bot hingegen das Segment AI Cloud Services. Hier kletterte der Umsatz im Quartalsvergleich um 137 Prozent auf 17,3 Millionen US-Dollar. Zwar ist dieser Bereich im Vergleich zum Mining noch klein, das rasante Wachstum bestätigt jedoch die neue strategische Ausrichtung.

Milliarden-Wette auf Microsoft

IREN befindet sich mitten in einer operativen Transformation. Weg vom reinen Krypto-Miner, hin zur KI-Cloud-Infrastruktur. Das Herzstück dieser Strategie bildet eine umfassende Vereinbarung mit Microsoft. Um die Expansion zu finanzieren, hat das Unternehmen GPU-Finanzierungen in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar gesichert. Zusätzlich fließen 1,9 Milliarden US-Dollar als Vorauszahlungen von Microsoft direkt in die Kassen, was einen Großteil der nötigen Kapitalausgaben deckt.

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Das Management bekräftigte das Ziel, bis Ende 2026 einen annualisierten Umsatz (Run-Rate) von 3,4 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Als fundamentale Basis dient die gesicherte Stromkapazität von über 4,5 Gigawatt. Bemerkenswert dabei: Um das Umsatzziel für 2026 zu erreichen, müssten laut Unternehmensangaben lediglich etwa 10 Prozent dieser Kapazität genutzt werden.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Umsatz Q2 FY2026: 184,7 Mio. USD (unter Erwartungen)
  • Bitcoin Mining: 167,4 Mio. USD (Rückgang um 28,2 %)
  • AI Cloud Services: 17,3 Mio. USD (Anstieg um 137 %)
  • Finanzierung: 3,6 Mrd. USD für GPUs gesichert
  • Partner: 1,9 Mrd. USD Vorauszahlung von Microsoft

Index-Aufnahme als Stütze?

Abseits der operativen Zahlen gab es am 12. Februar eine positive Nachricht für die Marktstruktur der Aktie. IREN wird in den MSCI USA Index aufgenommen. Dieser Schritt erfolgt wirksam nach Handelsschluss am 27. Februar 2026. Die Aufnahme dürfte die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren erhöhen und zwingt indexorientierte Fonds (ETFs), die Aktie in ihre Portfolios aufzunehmen.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die Umsetzung der Microsoft-Verträge. Die Index-Aufnahme Ende des Monats könnte kurzfristig für technische Nachfrage sorgen, doch mittel- bis langfristig muss das Unternehmen beweisen, dass die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur die Rückgänge im Mining-Geschäft überkompensieren können.

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