Die Aktie des Biotech-Unternehmens Iovance steht vor dem Start der wichtigen J.P. Morgan Healthcare Conference unter erheblichem Bewertungsdruck. Trotz eines wichtigen Meilensteins bei der Kommerzialisierung seiner Krebstherapie kämpft der Titel mit einem massiven Vertrauensverlust der Anleger.

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Ein strategischer Meilenstein

Kurz vor der Konferenzwoche vermeldete Iovance einen bedeutenden operativen Fortschritt: Weltweit wurden nun mehr als 1.000 Patienten mit seinen individuellen T-Zell-Therapien (TIL) behandelt. Dieser Schritt ist zentral für den Nachweis, dass die komplexe Herstellung der personalisierten Medikamente hochskalierbar ist. Das Unternehmen bekräftigte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 in einer Spanne von 250 bis 300 Millionen US-Dollar. Die aktuelle Produktionskapazität soll bis zu 5.000 Behandlungen pro Jahr unterstützen können. Mit Barbeständen von rund 307 Millionen US-Dollar Ende des dritten Quartals 2025 sieht sich Iovance finanziell bis ins zweite Quartal 2027 abgesichert. Zudem laufen Zulassungsverfahren in Großbritannien, Australien und der Schweiz.

Abgekoppelte Bewertung

Die Marktreaktion auf diese Entwicklungen fällt jedoch verhalten bis negativ aus. Im Handel am Freitag, dem 9. Januar, verlor die Iovance-Aktie 6,13 Prozent und schloss bei 2,45 US-Dollar. Damit näherte sich der Kurs den 52-Wochen-Tiefstwerten an. Über ein Jahr betrachtet ergibt sich für Aktionäre eine negative Gesamtrendite von über 61 Prozent. Offenbar wiegen für Investoren die hohen Kosten des kommerziellen Aufbaus und die logistischen Herausforderungen der Einmal-Therapie schwerer als der patientenseitige Zulauf. Der Markt reagiert sensibel auf den hohen Cash-Burn, der typisch für den Launch personalisierter Zelltherapien ist.

Die Bewertungslücke

Die aktuelle Bewertung bleibt ein zentraler Diskussionspunkt. Während das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 11,10 US-Dollar liegt, notiert die Aktie bei nur 2,45 US-Dollar – eine enorme Diskrepanz. Einige Analysten halten an einer "Hold"-Einstufung fest und verweisen auf den langsamen kommerziellen Rollout in den zugelassenen Behandlungszentren. Das Geschäft von Iovance konzentriert sich stark auf die Therapie Amtagvi, was das Risikoprofil erhöht. Zwar sind die klinischen Daten, etwa eine Fünf-Jahres-Analyse bei fortgeschrittenem Melanom, weiterhin überzeugend. Die Erwartungen richten sich nun auf die anstehende J.P. Morgan-Konferenz. Marktteilnehmer hoffen auf konkrete Fortschrittsupdates zur Pipeline, insbesondere bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, um das Portfolio zu diversifizieren und neues Vertrauen zu schaffen.

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