Intel Aktie: Nvidia zögert
Intel steht Anfang 2026 vor einem Widerspruch: Während Nvidia mit fünf Milliarden Dollar beim Chipriesen einsteigt, hat der KI-Gigant gleichzeitig die Tests für Intels neueste Fertigungstechnologie pausiert. Diese Diskrepanz zwischen Kapitalzufluss und technischer Validierung wirft die Frage auf, ob Intel seine ambitionierten Produktionsziele tatsächlich erreichen kann.
Die technische Hürde: 18A im Praxistest
Das Kernproblem liegt im 18A-Fertigungsprozess, Intels Hoffnungsträger für die Rückkehr an die Technologiespitze. Zwar läuft die Massenproduktion bereits, doch die Ausbeute bewegt sich derzeit zwischen 60 und 65 Prozent. Für externe Kunden, die Hochleistungschips fertigen lassen wollen, sind diese Werte zu niedrig – sie bedeuten zu viele defekte Chips pro Wafer und damit zu geringe Margen.
Nvidias Entscheidung, die Tests vorerst zu stoppen, unterstreicht diese Realität. Trotz der finanziellen Unterstützung fehlt offenbar das Vertrauen in die sofortige Produktionsreife. Intel setzt auf seine PowerVia- und RibbonFET-Technologien, um Energieeffizienz und Transistordichte zu verbessern. Doch solange die Ausbeute nicht steigt, bleibt der Abstand zu Konkurrent TSMC bestehen.
Spekulationen deuten darauf hin, dass Intel die Integration von High-NA-EUV-Lithografiemaschinen von ASML beschleunigen könnte – ursprünglich für 2028 geplant. Ein solcher Schritt würde signalisieren, dass das Unternehmen den Zeitdruck anerkennt.
Institutionelle Signale: Geteilte Meinungen
Die Reaktion großer Investoren zeigt ein uneinheitliches Bild. Northwest Capital Management reduzierte seine Position um über 90 Prozent, während Continuum Advisory neu mit rund 14.000 Aktien einstieg. Diese Divergenz spiegelt die Unsicherheit wider, ob Intel seine Versprechen einlösen kann.
Politische Unterstützung bleibt ein Faktor: Das US-Handelsministerium kündigte kürzlich bis zu 150 Millionen Dollar für xLight an, ein Startup unter Leitung von Ex-Intel-CEO Pat Gelsinger. Zudem wurden Anleihen-Käufe durch Präsident Trump zwischen August und Oktober 2025 bekannt. Diese Schritte unterstreichen das staatliche Interesse an einer starken heimischen Chipproduktion – doch sie ändern nichts an den kurzfristigen Fertigungsproblemen.
Ausblick: 2026 wird zum Lackmustest
CEO Lip-Bu Tan hat die Betriebskosten für 2025 auf 17 Milliarden Dollar gesenkt, weitere Einsparungen sind geplant. Die entscheidende Bewährungsprobe folgt mit dem Launch der Panther-Lake-CPUs im Laufe des Jahres – sie basieren auf dem 18A-Prozess und müssen beweisen, dass Intel liefern kann.
Die Bewertung bleibt angespannt: Ein KGV von über 3.400 preist eine erfolgreiche Wende ein, keine aktuellen Gewinne. Im dritten Quartal 2025 übertraf Intel mit 13,65 Milliarden Dollar Umsatz und 0,23 Dollar Gewinn je Aktie die Erwartungen. Für das vierte Quartal liegt die Prognose bei nur 0,08 Dollar je Aktie – ein Zeichen dafür, dass die Restrukturierung noch am Anfang steht.
Anleger warten nun auf konkrete Nachweise: höhere Ausbeuteraten, die Wiederaufnahme von Nvidias Tests oder neue Großaufträge für die Foundry-Sparte. Bis dahin bleibt die Aktie volatil – gefangen zwischen milliardenschwerer Unterstützung und operativen Fragezeichen.
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