Intel startet mit Rückenwind ins neue Jahr: Ein Milliardeninvestment von Nvidia und der Auftritt auf der CES 2026 rücken den Chipkonzern wieder ins Zentrum der Branchendebatte. Im Fokus steht vor allem die Frage, ob Intel seine technologische Aufholjagd jetzt tatsächlich in die Umsetzung bringt.

Nvidia beteiligt sich mit 5 Milliarden Dollar

Wichtigster Treiber der aktuellen Dynamik ist der Einstieg von Nvidia. Der KI-Spezialist hat eine Beteiligung von rund 5 Milliarden US‑Dollar an Intel abgeschlossen, die einem Anteil von etwa 4 % entspricht. Die Transaktion wurde am 29. Dezember 2025 finalisiert.

An den Märkten wird der Schritt nicht nur als Finanzbeteiligung gewertet, sondern als deutliches Signal für das Vertrauen in Intels Fertigung. Berichte deuten darauf hin, dass die Vereinbarung an Kapazitäten im Bereich „Advanced Packaging“ geknüpft ist – ein Engpass in der KI-Lieferkette. Für Intel stützt die Partnerschaft die IDM‑2.0‑Strategie und stärkt die Position als Auftragsfertiger für einen der wichtigsten Designer von KI-Chips.

CES 2026: Bewährungsprobe für 18A

Heute richtet sich der Blick nach Las Vegas: Intel hält seine Keynote auf der CES 2026. Die Präsentation wird von Jim Johnson, Senior Vice President der Client Computing Group, geleitet.

Im Zentrum stehen zwei Themen:

  • Panther Lake: Erster Client-Prozessor auf Basis des 18A-Prozessknotens
  • 18A-Fahrplan: Nachweis, dass die Fertigungspipeline planmäßig verläuft und technologisch zu TSMC aufschließen kann

Analysten bezeichnen den Auftritt als entscheidenden Test für den laufenden Turnaround. Gelingt es Intel, überzeugende technische Fortschritte zu zeigen, würde dies die Kursrally der vergangenen Monate fundamental untermauern.

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Kursentwicklung: Starke Erholung

Die Börsenbilanz von 2025 markiert eine klare Stimmungswende. Nach einer schwachen Phase legte die Aktie im vergangenen Jahr um 84,1 % zu und ließ viele Wettbewerber hinter sich.

Zuletzt zeigen sich folgende Tendenzen:

  • Wochenperformance: Rund 7,36 % Plus in der vergangenen Woche
  • Impuls durch Nvidia-Deal: Der Einstieg von Nvidia hat einen Ausbruch ausgelöst und den Kurs in Richtung der Marke von 40 US‑Dollar geführt
  • Handelsaktivität: Das Volumen bleibt erhöht, da institutionelle Investoren ihre Bewertungsannahmen vor dem Hintergrund der neuen Partnerschaft anpassen

Der Trend weist damit klar nach oben, ist aber eng an die Erwartungen an die technologische Umsetzung gekoppelt.

Langfristprojekte und weitere Nachrichten

Abseits der Messemeldungen hat Intel Aussagen zu seiner Infrastrukturplanung konkretisiert. Der Konzern bekräftigte das Großprojekt Ohio One, eine neue Fertigungsstätte in den USA. Der Zeitplan wurde auf eine Fertigstellung bis 2031 angepasst. Die Verlängerung schafft Klarheit darüber, dass das Vorhaben fortgeführt und nicht aufgegeben wird.

Kaum Einfluss auf den Kurs hatte hingegen die Entscheidung von Apple, ältere Intel‑basierte Macs offiziell als „vintage“ einzustufen. An der Börse stehen derzeit Intels Perspektiven in KI und Foundry-Geschäft deutlich stärker im Vordergrund als die frühere Rolle als Prozessorlieferant für Apple.

Einordnung der aktuellen Lage

Die gegenwärtige Marktsituation lässt sich auf drei Kernfaktoren verdichten:

  • Kapital und Signalwirkung: Nvidias Beteiligung über 5 Milliarden US‑Dollar bringt frische Mittel und gilt als Bestätigung von Intels Fertigungsanspruch.
  • Technologiebeweis: Die heutige CES-Keynote dient als unmittelbarer Test, ob der 18A‑Prozess wie angekündigt umgesetzt wird.
  • Aufwärtstrend: Der starke Anstieg von 84 % im Jahr 2025 und die weitere Nachfrage zu Jahresbeginn unterstreichen den bestehenden Aufwärtstrend.

Entscheidend für die Kursrichtung der kommenden Tage dürfte sein, wie überzeugend Intel auf der CES die Fortschritte bei 18A darstellt und welche zusätzlichen Details zur Zusammenarbeit mit Nvidia bekannt werden.

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