Der Halbleiterkonzern Intel treibt aktuell seine ambitionierteste technologische Neuausrichtung seit Jahrzehnten voran. Während die hochmoderne 18A-Chipproduktion anläuft und neue KI-Prozessoren auf den Markt kommen, trüben milliardenschwere Verluste in der Fertigungssparte das Bild. Zwischen institutionellem Vertrauen und massiven Leerverkäufen offenbart sich ein tiefer Riss in der Marktwahrnehmung.

Fortschritte in der Fertigung

Das Herzstück der Erholungsstrategie bildet der neue 18A-Fertigungsprozess. In der Fabrik 52 in Arizona hat die Massenproduktion dieser Architektur mittlerweile begonnen. Darauf basieren auch die im Januar eingeführten "Panther Lake"-Prozessoren, mit denen der Konzern gezielt KI-Anwendungen ins Visier nimmt. Um das Portfolio abzurunden, folgen Ende März weitere Desktop-Varianten. Parallel dazu stärken Kooperationen mit Unternehmen wie Ericsson und eine kürzlich abgeschlossene Aktienplatzierung an Nvidia im Wert von fünf Milliarden US-Dollar die Position im wichtigen Infrastruktur-Bereich.

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Rote Zahlen und Leerverkäufer

Finanziell sendet das Unternehmen allerdings gemischte Signale. Zwar übertraf der Umsatz im vierten Quartal 2025 mit 13,7 Milliarden US-Dollar die Erwartungen, die Prognose für das laufende erste Quartal fällt jedoch deutlich schwächer aus. Besonders die operativen Verluste der Foundry-Sparte, die sich im vergangenen Jahr auf 10,3 Milliarden US-Dollar summierten, belasten die Bilanz.

Diese fundamentale Schwäche ruft Spekulanten auf den Plan. Der Titel ist laut aktuellen Daten der am stärksten leerverkaufte Wert im Dow Jones. Dennoch halten große Adressen wie Capital Research Global Investors an ihrem Engagement fest und bauten ihre Position zuletzt sogar leicht aus. Auf 12-Monats-Sicht verzeichnet das Papier trotz der jüngsten Schwankungen ein Plus von gut 81 Prozent und notiert aktuell bei 39,77 Euro.

Führungswechsel und Ausblick

Auch auf Führungsebene ordnet sich der Konzern neu. Am 13. Mai 2026 wird Craig H. Barratt den Posten als unabhängiger Verwaltungsratsvorsitzender übernehmen. Dieser Wechsel soll die strategische Ausrichtung während der komplexen Umstrukturierung absichern. Die anlaufende Massenproduktion der neuen KI-Chips muss nun zeitnah beweisen, dass sie die immensen Investitionskosten der Gießerei-Sparte ausgleichen und die Profitabilität des Konzerns wiederherstellen kann.

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