Infineon Aktie: KI-Offensive zahlt sich aus
Infineon hat die Markterwartungen im ersten Quartal übertroffen und packt jetzt richtig zu: Der Münchner Halbleiterkonzern pumpt 500 Millionen Euro mehr als geplant in die KI-Infrastruktur. Die neue Rechnung: 2,7 Milliarden Euro Investitionen allein in diesem Geschäftsjahr. Das Signal ist klar – während andere Chipfirmen zögern, forciert Infineon den Ausbau seiner Kapazitäten für KI-Rechenzentren.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:
- Umsatz Q1: 3,66 Milliarden Euro (+7% zum Vorjahr, währungsbereinigt +14%)
- Segmentergebnis-Marge: 17,9% (deutlich über Erwartungen)
- Bereinigte Bruttomarge: 43,0% (Vorquartal: 40,7%)
- Investitionen GJ 2026: 2,7 Milliarden Euro (Erhöhung um 500 Millionen)
- KI-Umsatzziel GJ 2027: 2,5 Milliarden Euro (aktuell: 1,5 Milliarden)
Die Zahlen im Detail
Das Unternehmen steigerte den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten auf 256 Millionen Euro – ein Plus gegenüber den 239 Millionen im Vorquartal. Besonders bemerkenswert: Die bereinigte Bruttomarge kletterte um über zwei Prozentpunkte. Das Management rechnet für das zweite Quartal mit rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz bei einer Segmentergebnis-Marge im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich.
Bei der Segmentperformance zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Automotive (1,82 Milliarden Euro, -5% zum Vorquartal) unter reduzierten E-Auto-Subventionen leidet, punktet das Geschäft mit einer starken Marge von 22,1 Prozent. Power & Sensor Systems verbesserte die Marge auf 17,4 Prozent, Green Industrial Power und Connected Secure Systems kämpfen noch mit einstelligen Margen.
Wo das Geld hinfließt
Der Löwenanteil der zusätzlichen 500 Millionen Euro fließt in den beschleunigten Hochlauf der Smart Power Fab in Dresden. Die neue Fabrik soll im Sommer 2026 eröffnen und vor allem Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren produzieren. Infineon hat erkannt: Die explosive Nachfrage nach KI-Infrastruktur braucht massive Kapazitäten – und wer jetzt nicht investiert, verliert morgen Marktanteile.
Die Wette scheint aufzugehen: Für das Geschäftsjahr 2027 peilt der Konzern bereits 2,5 Milliarden Euro Umsatz allein im KI-Rechenzentrums-Segment an. Das entspräche einem Plus von zwei Dritteln gegenüber dem laufenden Jahr. Der Auftragsbestand untermauert diese Perspektive – er kletterte um eine Milliarde auf 21 Milliarden Euro.
Was die Zahlen für Anleger bedeuten
Die Aktie notiert aktuell bei 41,41 Euro und damit 15 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresanfang legte sie 8,2 Prozent zu, vom Zwölf-Monats-Tief bei 24,09 Euro erholte sie sich um mehr als 70 Prozent. Die relative Stärke (RSI) bei 46,3 deutet auf einen neutralen Bereich hin – Spielraum nach oben ist vorhanden.
Infineon passt seine Free-Cash-Flow-Prognose von 1,6 auf 1,4 Milliarden Euro an – eine logische Konsequenz der erhöhten Investitionen. Für das Gesamtjahr erwartet das Management weiterhin moderates Umsatzwachstum bei einer Segmentergebnis-Marge im hohen Zehner-Prozentbereich. Die nächsten Quartalszahlen folgen voraussichtlich am 6. Mai 2026.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








