Die Infineon-Aktie reitet derzeit auf einer Welle der Zuversicht. Während das klassische Automobilgeschäft schwächelt, setzen Anleger voll auf die Karte Künstliche Intelligenz, was den Kurs zuletzt in die Höhe trieb. Doch hält die Substanz den Erwartungen stand? Kommende Woche müssen die Geschäftszahlen beweisen, ob die Bewertung gerechtfertigt ist.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
* Aktueller Kurs: 41,77 €
* Starker Lauf: +10,69 % in den letzten 30 Tagen
* Trend: Handelt 16,72 % über dem 200-Tage-Durchschnitt
* Nächster Termin: Quartalszahlen am 4. Februar 2026

Strategischer Wandel überzeugt Anleger

Treibende Kraft hinter der jüngsten Rally ist die Neuausrichtung des Konzerns. Infineon positioniert sich aggressiv im Markt für Rechenzentren, die für KI-Anwendungen benötigt werden. Das Management hob das Umsatzziel für entsprechende Chips für das Geschäftsjahr 2026 auf 1,5 Milliarden Euro an – eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber früheren Prognosen.

Dieser Fokus auf das Segment "Power & Sensor Systems" ist notwendig. Das Marktumfeld zeigt sich zweigeteilt: Während der KI-Hunger wächst, bleibt die Nachfrage aus der Automobil- und Industriebranche verhalten. Kunden agieren hier vorsichtig und bestellen kurzfristig, was den Konzern zwingt, neue Wachstumstreiber zu erschließen.

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Charttechnik: Trend zeigt nach oben

Die Anleger honorieren diese Strategie bisher. Erst am Mittwoch (28. Januar) markierte das Papier bei 43,42 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Zwar notiert der Kurs aktuell mit 41,77 Euro leicht darunter, der übergeordnete Aufwärtstrend ist jedoch intakt.

Die Aktie bewegt sich komfortabel oberhalb wichtiger Unterstützungslinien. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt rund 6,5 Prozent, was kurzfristig auf eine stabile Entwicklung hindeutet. Die Performance seit Jahresanfang von über 9 Prozent unterstreicht das zurückgekehrte Vertrauen des Marktes.

Wichtige Termine im Februar

Die wirkliche Bewährungsprobe steht jedoch unmittelbar bevor. Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, legt Infineon die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Analysten und Investoren werden genau prüfen, ob der prognostizierte Umsatz von rund 3,6 Milliarden Euro erreicht wurde und wie sich die Margen im schwierigen Auto-Sektor entwickeln.

Kurz darauf folgt am 19. Februar die Hauptversammlung. Hier steht unter anderem die Abstimmung über eine Dividende von 0,35 Euro je Aktie auf der Agenda. Die kommenden Wochen werden somit die Richtung für den weiteren Jahresverlauf vorgeben.

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