UnitedHealth Group erlebte am 27. Januar 2026 einen der schwersten Börsentage seiner Geschichte. Die Aktie brach um rund 20 Prozent ein – ausgelöst durch eine Kombination, die Anleger nicht erwartet hatten: enttäuschende Jahreszahlen und eine Prognose, die erstmals seit über drei Jahrzehnten sinkende Umsätze ankündigt.

Doppelschlag erschüttert Vertrauen

Der größte US-Krankenversicherer geriet unter massiven Druck, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für 2025 vorgelegt hatte. Der Gesamtumsatz erreichte 447,6 Milliarden Dollar – ein Plus von 12 Prozent zum Vorjahr. Doch der Ausblick auf 2026 schockte: UnitedHealth erwartet nur noch Erlöse von über 439 Milliarden Dollar. Das bedeutet einen Rückgang von etwa 2 Prozent – die erste Umsatzschrumpfung seit 1989.

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Verschärft wurde die Situation durch eine parallel veröffentlichte Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde CMS: Die Erstattungssätze für Medicare Advantage sollen 2027 nur um 0,09 Prozent steigen. Analysten hatten mit 4 bis 6 Prozent gerechnet. Dieser Dämpfer traf die gesamte Branche.

Margen unter Druck

Die Zahlen zum vierten Quartal zeigten bereits die Belastungen:

  • Umsatz: 113,2 Milliarden Dollar (erwartet: 113,82 Milliarden)
  • Bereinigter Gewinn je Aktie: 2,11 Dollar
  • Nettogewinn nach GAAP: nur 10 Millionen Dollar oder 0,01 Dollar je Aktie

Das Unternehmen verbuchte rund 1,6 Milliarden Dollar an Sonderbelastungen, darunter Kosten aus dem Cyberangriff auf die Tochter Change Healthcare, Restrukturierungen und Geschäftsverkäufen.

Besonders aussagekräftig: Die Medical Care Ratio – der Anteil der Prämien, der für medizinische Leistungen ausgegeben wird – kletterte 2025 auf 88,9 Prozent. Das sind 3,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Für 2026 peilt das Management 88,8 Prozent an.

Mitgliederschwund angekündigt

CEO Stephen Hemsley, der im Mai 2025 die Führung zurückübernommen hatte, sprach von einem notwendigen Umbau. Konkret rechnet UnitedHealth damit, zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Medicare-Advantage-Mitglieder zu verlieren. Das liegt über den ursprünglichen Erwartungen – Folge eines intensiven Wettbewerbs während der jährlichen Einschreibungsphase.

Die Prognose für 2026 sieht einen bereinigten Gewinn je Aktie von mehr als 17,75 Dollar vor. Der operative Gewinn soll 24 Milliarden Dollar übertreffen.

Branche im Sog

Der Kurssturz zog die gesamte Managed-Care-Branche mit nach unten. Humana verlor über 20 Prozent, CVS Health und Elevance Health gaben zwischen 10 und 14 Prozent ab. Das Handelsvolumen bei UnitedHealth explodierte auf 65,3 Millionen Aktien – mehr als das Sechsfache des Dreimonatsdurchschnitts.

Der Wertverlust an nur einem Tag: rund 60 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Die Aktie schloss bei etwa 282 Dollar, nach 352 Dollar am Vortag. Für UnitedHealth beginnt damit eine Phase, in der das Unternehmen beweisen muss, dass die angekündigte Transformation gelingt – und die Margen wieder steigen.

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