Incyte hat eine entscheidende Hürde für die Expansion auf dem europäischen Markt genommen. Die Experten der europäischen Arzneimittelbehörde EMA empfehlen die Zulassung der Immuntherapie Zynyz zur Behandlung einer spezifischen Form von Analkrebs. Während dieser klinische Erfolg die Pipeline stärkt, steht das Unternehmen vor der Herausforderung, rechtzeitig Ersatz für auslaufende Patente zu schaffen.

Starke Studiendaten als Basis

Die positive Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) stützt sich auf die Ergebnisse der Phase-3-Studie POD1UM-303. In der Untersuchung wurde Zynyz in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie bei Patienten mit metastasiertem oder inoperablem Plattenepithelkarzinom des Analkanals getestet. Die Daten belegen eine Reduzierung des Risikos für ein Fortschreiten der Erkrankung oder den Tod um 37 Prozent im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.

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Das progressionsfreie Überleben stieg unter der neuen Therapie-Kombination auf median 9,3 Monate, während die Kontrollgruppe lediglich 7,4 Monate erreichte. Sollte die Europäische Kommission der Empfehlung folgen und die finale Zulassung erteilen, würde dies die kommerzielle Reichweite des Medikaments erheblich vergrößern. In den USA und Japan ist Zynyz bereits in ähnlichen Indikationen auf dem Markt.

Wettlauf gegen den Patentablauf

Warum ist dieser Fortschritt für Anleger so bedeutsam? Incyte steht in den kommenden Jahren vor dem Problem, dass Patente für einige seiner umsatzstärksten etablierten Produkte auslaufen. Um dieses Risiko abzufedern, ist das Biopharma-Unternehmen auf den Erfolg seiner jüngeren Portfolio-Erweiterungen und der klinischen Pipeline angewiesen.

Die jüngsten Geschäftszahlen für das Jahr 2025, die Incyte am 10. Februar präsentierte, unterstreichen diesen Fokus auf Forschung und Entwicklung. Bis Ende 2026 plant das Management, 14 zulassungsrelevante Studien für insgesamt sieben verschiedene Wirkstoffe gleichzeitig voranzutreiben.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil, spiegelt aber auch die allgemeine Zurückhaltung im Sektor wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 86,00 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,53 Prozent entspricht. Auf Jahressicht bleibt die Entwicklung mit einem Plus von über 26 Prozent jedoch positiv. Investoren konzentrieren sich nun auf die finale Entscheidung der EU-Kommission und die Fähigkeit des Unternehmens, die neuen Zulassungen zügig in Wachstum umzumünzen.

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