ImmunityBio Aktie: Absturz nach Rekordjahr
Die ImmunityBio-Aktie verzeichnete am Mittwoch, den 4. März, einen Kursverlust von über 10 Prozent. Der Rücksetzer kam nur wenige Tage nach einem Mehrmonatshoch und löschte einen erheblichen Teil der zuvor aufgebauten Gewinne aus. Die Aktie hatte im bisherigen Jahresverlauf über 400 Prozent zugelegt, bevor die Korrektur einsetzte.
Auslöser für den Ausverkauf waren ein bedeutender Aktienverkauf eines Directors sowie laufende Ermittlungen wegen möglichen Wertpapierbetrugs. Die starken Geschäftszahlen für 2025 und die globale Expansion des Hauptprodukts ANKTIVA konnten die negativen Schlagzeilen nicht übertönen.
Director verkauft für 1,78 Millionen Dollar
Barry J. Simon, Director bei ImmunityBio, trennte sich am 20. Februar von 175.000 Aktien im Wert von rund 1,78 Millionen Dollar. Nach dem Verkauf hält Simon noch etwa 2,93 Millionen Aktien. Die Transaktion erfolgte unmittelbar nach einer Phase starker Kursgewinne und sorgte für Irritationen am Markt.
Zeitgleich verschärfte die Kanzlei Pomerantz Law Firm ihre Untersuchungen zu möglichen Verstößen gegen Wertpapiergesetze. Die Kombination aus Insider-Verkauf und laufenden Ermittlungen belastete die Stimmung erheblich.
ANKTIVA mit 113 Millionen Dollar Jahresumsatz
Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete ImmunityBio mit ANKTIVA einen Nettoprodukt-Umsatz von 113 Millionen Dollar – ein Anstieg von rund 700 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz in Einheiten legte um 750 Prozent zu. Allein im vierten Quartal erreichte der Nettoumsatz 38,3 Millionen Dollar, ein Plus von 431 Prozent.
Der Nettoverlust verringerte sich im Gesamtjahr auf 351,4 Millionen Dollar nach 413,6 Millionen im Vorjahr. Die Zahlen verdeutlichen die kommerzielle Zugkraft des Produkts, zeigen aber auch, dass der Weg zur Profitabilität noch Jahre dauern wird.
Europäische und saudi-arabische Expansion
ANKTIVA erhielt im Februar die Zulassung der Europäischen Kommission und wird in 30 Ländern über den Partner Accord Healthcare vertrieben. Accord setzt eine 85-köpfige Vertriebsmannschaft ein und stützt sich auf insgesamt über 100 Fachkräfte in den Bereichen Vertrieb, Medizin und Marketing für die Vermarktung in der EU, Großbritannien sowie den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen. Das Unternehmen gründete eine hundertprozentige Tochtergesellschaft in Dublin.
In Saudi-Arabien schloss ImmunityBio eine Partnerschaft mit Biopharma und Cigalah. Die Registrierung bei der saudi-arabischen Arzneimittelbehörde ist im Januar erfolgt, die Preisgestaltung steht und die Produktlieferungen sind vorbereitet.
Blasenkrebs-Studie überzeugt FDA
Eine von der FDA angeforderte Zwischenanalyse zur Kombination von ANKTIVA mit BCG zeigte deutliche Verbesserungen bei der Dauer des vollständigen Ansprechens. Nach neun Monaten wiesen 84 Prozent der Patienten unter der Kombination ein vollständiges Ansprechen auf, verglichen mit 52 Prozent unter BCG allein. Die Einreichung des Zulassungsantrags ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
ImmunityBio verwies auf einen erheblichen Mangel an BCG, mit Merck als einzigem globalen Anbieter. Die FDA genehmigte im Februar 2025 ein erweitertes Zugangsprogramm. Bis Februar 2026 wurden 580 Patienten an 100 klinischen Standorten eingeschrieben.
Frühe Glioblastom-Daten vielversprechend
Die Phase-2-Studie QUILT-3.078 bei rezidivierendem oder progressivem Glioblastom zeigte per 22. Januar ermutigende Ergebnisse. Von 23 eingeschriebenen Patienten leben noch 19, das mediane Gesamtüberleben wurde nicht erreicht. In der auswertbaren Kohorte von 14 Patienten erreichte die längste Überlebenszeit seit Rezidiv zwölf Monate und hält an.
KI-Plattform unterstützt Produktion
Die interne KI-Plattform "Ask IB" integriert große Sprachmodelle und automatisierte Systeme in Forschung und Fertigung. Das System steuert robotergestützte Herstellungsprozesse für Immunzelltherapien, reduziert Kontaminationsrisiken und ermöglicht kontinuierliche Produktion.
Wachstum trifft auf Unsicherheit
ANKTIVA ist inzwischen in 33 Ländern zugelassen und wird von über 100 kommerziellen Fachkräften in Europa sowie durch Tochtergesellschaften in Dublin und Saudi-Arabien unterstützt. Die anstehende Zulassungseinreichung für die BCG-naive Indikation im vierten Quartal 2026 gilt als wichtiger Meilenstein. Die laufenden Ermittlungen und der Director-Verkauf werfen allerdings Fragen auf, die das operative Wachstum vorerst überschatten.
ImmunityBio-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ImmunityBio-Analyse vom 07. März liefert die Antwort:
Die neusten ImmunityBio-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ImmunityBio-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ImmunityBio: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








