Der Münchner Technologiekonzern profitierte am Donnerstag von einer ungewöhnlichen Konstellation: Während SAP nach enttäuschendem Ausblick zeitweise bis zu 17 Prozent einbrach und auf eine Marktkapitalisierung von rund 199 Milliarden Euro fiel, verzeichnete Siemens deutliche Kursgewinne. Der Industriesektor rückte damit als stabilere Alternative in den Fokus.

Die wichtigsten Entwicklungen:

  • SAP-Crash verschiebt Gewichte im DAX zugunsten von Industriewerten
  • Starke ABB-Quartalszahlen stützen europäischen Kapitalgütersektor
  • Q1-Zahlen und Hauptversammlung am 12. Februar 2026
  • Dividende von 5,35 Euro je Aktie angekündigt
  • Industrial AI-Partnerschaft mit NVIDIA als strategischer Fokus

Positive Branchensignale vom Wettbewerb

Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Siemens-Aktie durch den Schweizer Wettbewerber ABB. Dessen Auftragseingang übertraf die Erwartungen deutlich und zog den gesamten europäischen Kapitalgütersektor mit nach oben. Analysten der DZ Bank erwarten für Siemens einen guten Jahresstart, angeführt von der Sparte Mobility.

Am 12. Februar 2026 stehen gleich zwei Termine an: die Veröffentlichung der Q1-Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 sowie die Hauptversammlung. Einen Tag später ist Ex-Dividenden-Tag für die angekündigten 5,35 Euro je Aktie.

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Industrial AI als Wachstumssäule

Siemens treibt die Positionierung im Bereich Industrielle Künstliche Intelligenz konsequent voran. Auf der CES 2026 Mitte Januar präsentierte der Konzern eine erweiterte Partnerschaft mit NVIDIA zur Entwicklung eines "Industrial AI Operating System". Die Elektronikfabrik in Erlangen soll 2026 zur weltweit ersten vollständig KI-gesteuerten, adaptiven Fertigungsstätte werden.

Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Seit Programmstart im Februar 2024 erwarb Siemens über 20,8 Millionen eigene Aktien. Allein in der Woche vom 19. bis 25. Januar 2026 kamen weitere 248.687 Aktien über Xetra hinzu.

Expansion im Bahnmarkt

Im europäischen Schienenverkehr positioniert sich Siemens Mobility strategisch: Am 27. Januar 2026 unterzeichnete die Sparte ein Memorandum of Understanding mit dem polnischen Hersteller Newag. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung moderner Bahntechnologien für den polnischen Markt, insbesondere für die laufende Ausschreibung von PKP Intercity über Hochgeschwindigkeitszüge.

Die Quartalszahlen am 12. Februar dürften zeigen, ob die strategische Ausrichtung auf Industrial AI und die solide Auftragslage in eine nachhaltige Ergebnissteigerung münden.

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