Diginex Aktie: Chefwechsel nach Absturz
Nach einem massiven Kursverlust von rund 73 Prozent seit Jahresbeginn zieht Diginex personelle Konsequenzen. Das ESG-Technologieunternehmen tauscht unmittelbar nach einer wichtigen Übernahme die Führungsspitze aus, was an den Märkten für erhebliche Nervosität sorgt. Während die Aktie an der Nasdaq am Donnerstag noch unter die Räder kam, nutzen spekulative Anleger im frühen europäischen Handel am Freitag die tiefen Kurse für einen Einstieg.
- Neubesetzung: Lubomila Jordanova übernimmt mit sofortiger Wirkung als Group CEO.
- Kursreaktion: Hohe Volatilität mit -8,33 % (Nasdaq) und +7 % (Tradegate).
- Hintergrund: Integration des erst kürzlich übernommenen Anbieters Plan A.
Strategische Neuausrichtung
Die Personalentscheidung folgt nur zwei Wochen nach dem Abschluss der Übernahme von Plan A, einem Spezialisten für CO2-Bilanzierung. Lubomila Jordanova, Gründerin des zugekauften Unternehmens, löst den bisherigen CEO Mark Blick ab, der in eine beratende Rolle wechselt. Marktbeobachter werten diesen Schritt als direkte Konsequenz der Integration: Die Führungskraft des übernommenen Unternehmens soll nun den Gesamtkonzern profitabler aufstellen.
Parallel zur internen Umstrukturierung treibt Diginex die operative Expansion voran. Erst am 26. Januar unterzeichnete das Unternehmen eine Rahmenvereinbarung für ein Joint Venture in Brasilien, um dort ESG-Infrastrukturen aufzubauen. Trotz Umsatzwachstums von über 200 Prozent auf 3,57 Millionen USD in den letzten zwölf Monaten schreibt der Konzern jedoch weiterhin rote Zahlen.
Zinsumfeld belastet Wachstumswerte
Die finanzielle Situation bleibt angesichts der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 223 Millionen USD angespannt. Das makroökonomische Umfeld bietet wenig Rückenwind: Die US-Notenbank signalisierte am Mittwoch, die Zinsen im Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen ("Higher-for-longer"). Dies verteuert Refinanzierungen für noch nicht profitable Wachstumsunternehmen erheblich.
Der Kursrutsch der Diginex-Aktie an der Nasdaq auf 1,10 USD am Donnerstag spiegelt diese Skepsis wider. Dass der Titel am Freitagmorgen auf Tradegate wieder Richtung 0,99 Euro (ca. 1,07 USD) kletterte, deutet auf eine kurzfristige technische Gegenbewegung hin, ändert aber nichts am übergeordneten Abwärtstrend.
Für eine nachhaltige Bodenbildung im Bereich der 1-Dollar-Marke muss die neue CEO nun zügig beweisen, dass die Synergien aus der Plan-A-Übernahme greifen. Anleger werden in den nächsten Quartalsberichten konkret darauf achten, ob das Umsatzwachstum in einem schwierigen Zinsumfeld endlich in verbesserte Margen umgemünzt werden kann.
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