Künstliche Intelligenz braucht Daten – doch genau hier wird es für viele Unternehmen heikel. IBM nutzt diesen Moment und stellt mit „IBM Sovereign Core“ eine Plattform vor, die speziell auf strenge Vorgaben zur Datensouveränität zielt. Besonders spannend ist das für Banken, Behörden und andere regulierte Branchen, die KI nutzen wollen, ohne die Kontrolle über sensible Informationen aus der Hand zu geben.

Neue Plattform für regulierte Kunden

IBM Sovereign Core ist eine Software-Plattform, die Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen helfen soll, KI-fähige, souveräne IT-Umgebungen aufzubauen, zu betreiben und zu verwalten – mit voller Kontrolle über Daten und Abläufe.

Kernpunkte des Angebots:

  • Ausrichtung auf regulierte Branchen und öffentliche Hand
  • Aufbau und Betrieb von „AI-ready“-Umgebungen mit strikter Datenkontrolle
  • Flexible Bereitstellung: eigene Rechenzentren, regionale Clouds oder IT-Dienstleister

Die Plattform zielt darauf ab, dass sensible Daten und KI-Workloads innerhalb klar definierter geografischer und regulatorischer Grenzen bleiben. Kunden sollen festlegen können, wo ihre Daten liegen und wer worauf zugreifen darf.

Technologisch baut Sovereign Core auf Red-Hat-Technologie auf, insbesondere auf OpenShift und weiteren Open-Source-Komponenten. Das soll eine sichere und regelkonforme Basis für KI-Anwendungen bieten. Ein zentrales Merkmal: Kunden behalten die Hoheit über Authentifizierung, Verschlüsselungs-Schlüssel und Zugriffsverwaltung – und zwar innerhalb der von ihnen gewählten Regionen.

Europäischer Start und Zeitplan

Für den Start hat sich IBM zunächst Partner in Europa gesichert. Genannt werden:

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  • Cegeka in Belgien und den Niederlanden
  • Computacenter in Deutschland

Mit diesen IT-Dienstleistern will IBM die Plattform in ersten Märkten etablieren und konkrete Kundenprojekte ermöglichen.

Der Rollout ist klar getaktet:
- Technische Vorschau („Technical Preview“) im Februar 2026
- Allgemeine Verfügbarkeit („General Availability“) zur Jahresmitte 2026

Damit positioniert sich IBM früh in einem Feld, das sich gerade erst dynamisch entwickelt, aber bereits stark von regulatorischen Anforderungen geprägt ist.

Strategische Einordnung: KI, Hybrid Cloud und Regulierung

Die Einführung von Sovereign Core passt direkt in IBMs übergeordnete Strategie, sich auf Hybrid Cloud und KI zu konzentrieren – vor allem in margenstarken, regulierten Segmenten.

Mehrere Punkte stechen hervor:

  • Wachsende Regulierung: Weltweit verschärfen Regierungen und Aufsichtsbehörden Regeln für Datenverarbeitung und grenzüberschreitende Datenflüsse.
  • Trend zu Datensouveränität: Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner soll bis 2030 mehr als 75 % der Unternehmen eine Strategie für digitale Souveränität haben. Das deutet auf einen erheblich wachsenden Markt hin.
  • Positionierung gegenüber Hyperscalern: Mit einem spezialisierten, compliance-orientierten Angebot grenzt sich IBM von großen Public-Cloud-Anbietern ab und betont seine Rolle als Partner für Kunden, die keinerlei Kompromisse bei Datenkontrolle eingehen können.
  • Vertrauenswürdige KI-Modelle: Die Plattform adressiert explizit den Bedarf an hausintern betriebenen, vertrauenswürdigen KI-Modellen, die sensible Informationen verarbeiten, ohne an externe Umgebungen „auszulagern“.

Unterm Strich nutzt IBM seine langjährige Präsenz in regulierten Branchen und versucht, diesen Erfahrungsvorsprung in eine klar abgegrenzte Software-Lösung zu übersetzen.

Blick auf Aktie und Ausblick

An der Börse spiegelt sich aktuell ein solides, aber nicht extremes Momentum wider. Der Schlusskurs vom Donnerstag lag bei 297,95 US‑Dollar, damit notiert der Titel nur rund 5 % unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch und deutlich über den längerfristigen Durchschnittskursen – ein Zeichen dafür, dass die Aktie zuletzt spürbar zugelegt hat.

Mit der Produktankündigung im Rücken richtet sich der Blick nun auf die anstehenden Zahlen: IBM will seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 am Mittwoch, den 28. Januar 2026, um 17:00 Uhr ET vorlegen und in einer Telefonkonferenz erläutern. Besonders im Fokus dürfte stehen, welchen Beitrag das neue Sovereign-Core-Angebot künftig zum Wachstum des Softwaregeschäfts leisten kann und wie sich das breitere KI- und Beratungsgeschäft zum Start ins neue Geschäftsjahr entwickelt hat.

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