IBM Aktie: Erfolgreiche Umsetzungskurse
IBM startet mit einem interessanten Widerspruch ins Börsenjahr 2026: Mehrere große Investmentbanken werden optimistischer, während der Markt kurzfristig auf die Bremse tritt. Im Zentrum steht die Frage, ob die hohen Erwartungen an den Ausblick für 2026 schon im Kurs stecken – oder ob noch Luft nach oben bleibt. Der nächste Prüfstein kommt in zwei Wochen mit den Quartalszahlen.
Analysten klar positiv
Am Dienstag bestätigten gleich zwei Schwergewichte der Wall Street ihr Vertrauen in IBM – trotz des Tagesverlusts der Aktie.
Goldman Sachs bekräftigte am Nachmittag seine Kaufempfehlung. Die Analysten rechnen damit, dass IBM mit dem Ausblick für 2026 ein moderates organisches Umsatzwachstum in Aussicht stellt, getragen von einer sich schrittweise erholenden Kundennachfrage.
Konkret erwartet Goldman Sachs für 2026:
- einen freien Cashflow von über 15 Milliarden US-Dollar
- Umsatzwachstum im Rahmen des angestrebten mittleren einstelligen Prozentbereichs
Bereits zuvor am Tag hatte auch BofA Securities seine Kaufempfehlung erneuert. Zwar könnten die Margen im vierten Quartal 2025 unter Druck stehen, weil IBM rund 400 Millionen US-Dollar für Personalumbauten („workforce rebalancing“) verbucht. Doch für das Gesamtjahr 2026 sehen die BofA-Analysten ein solides Bild.
Ihre zentrale Annahme:
- rund 5 % Umsatzwachstum 2026 insgesamt
- angetrieben von etwa 10 % Wachstum im Softwaregeschäft (währungsbereinigt)
Diese Einschätzungen fügen sich in eine bereits zuvor aufgehellte Analystenstimmung: Am 5. Januar hatte Jefferies die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft – ebenfalls mit Verweis auf beschleunigtes Softwarewachstum.
Starker Lauf, kurze Verschnaufpause
Trotz dieser positiven Kommentare gab der Kurs am Dienstag spürbar nach. Nach einem starken Jahr 2025 mit einem Kursplus von 38 % – deutlich über dem S&P 500 mit 18 % – liegt die Aktie allerdings ohnehin auf einem erhöhten Niveau. BofA ordnet 2026 deshalb als eher „moderates Jahr“ nach einer kräftigen Rally ein.
Damit rückt eine naheliegende Erklärung in den Vordergrund: Viele Investoren dürften nach der starken Vorjahresperformance Gewinne mitgenommen haben. Der Rücksetzer steht damit weniger im Widerspruch zur optimistischen Analystensicht, sondern spiegelt eher den Übergang von Euphorie zu vorsichtigeren Erwartungen wider.
Im größeren Bild wirkt die Aktie weiter robust: Mit einem Schlusskurs von gestern 303,16 US-Dollar liegt IBM nur knapp 3 % unter dem 52‑Wochen-Hoch und deutlich über den wichtigen gleitenden Durchschnitten – ein Zeichen dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bislang intakt ist.
Blick auf den 28. Januar
Der nächste entscheidende Termin steht bereits fest: Am 28. Januar nach Börsenschluss legt IBM die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Noch wichtiger als die rückwärtsgewandten Daten wird dabei der offizielle Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026.
Im Fokus stehen drei Punkte:
- Bestätigt IBM ein Umsatzwachstum im Bereich von etwa 5 %?
- Deutet der Konzern ein organisch beschleunigtes Wachstum an, wie Goldman Sachs erwartet?
- Liegt der avisierte freie Cashflow in der Größenordnung von über 15 Milliarden US-Dollar?
Das Zahlenwerk Ende Januar wird damit zum Gradmesser, ob die optimistische Analystenmehrheit ihre Modelle bestätigt bekommt – oder ob der Markt mit seiner vorsichtigeren Haltung vom Dienstag näher an der Realität liegt. Bis dahin dürfte die Aktie sensibel auf jede neue Information reagieren, die Hinweise auf Nachfrageentwicklung und Softwaredynamik gibt.
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