Hims & Hers macht Ernst. Heute hat das Telemedizin-Unternehmen eine Vorregistrierungsliste für Ozempic und Wegovy gestartet — der erste konkrete Schritt zur Vermarktung der Novo-Nordisk-Präparate auf der eigenen Plattform. Der offizielle Verkaufsstart ist noch für März geplant.

Von Rechtsstreit zu Partnerschaft

Der Weg zu diesem Moment war alles andere als geradlinig. Hims und Novo Nordisk verbindet eine wechselhafte Geschichte: Eine frühere Kooperation scheiterte, weil Hims weiterhin günstige Nachahmerversionen der Novo-Präparate verkaufte. Im Februar 2026 folgte sogar eine Klage des dänischen Pharmariesen, nachdem Hims eine Billigversion der Wegovy-Pille ankündigte. Erst der Druck der FDA auf Compounding-Anbieter brachte Bewegung — Hims stellte die Eigenproduktion ein und einigte sich auf die aktuelle Partnerschaft.

Unter der neuen Vereinbarung bietet Hims Ozempic-Injektionen und Wegovy-Pillen zu Preisen ab 149 Dollar pro Monat an. Personalisierte Semaglutid-Verbindungen bleiben medizinisch begründeten Einzelfällen vorbehalten, werden aber nicht mehr aktiv beworben.

Solide Zahlen, neue Margenrisiken

Hims tritt diesen Schritt aus einer Position relativer Stärke an. Im Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 59 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar. Das Unternehmen wies zum zweiten Mal in Folge einen GAAP-Nettogewinn aus — diesmal 128,4 Millionen Dollar. Die Abonnentenbasis liegt bei über 2,5 Millionen weltweit.

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Allerdings warnt Citi, dass die breitere Verfügbarkeit von Wegovy-Pillen den GLP-1-Umsatz von Hims unter Druck setzen könnte — insbesondere durch etablierte Apothekenpartner als Wettbewerber. Zudem dürfte der Wechsel zu Markenpräparaten die historisch stabilen Bruttomargen von über 75 Prozent belasten.

Internationales Wachstum als zweite Säule

Parallel zur GLP-1-Offensive baut Hims seine internationale Präsenz aus. Im Dezember 2025 startete das Unternehmen sein Gewichtsmanagement-Programm in Großbritannien. Der Kauf der kanadischen Plattform Livewell erschloss einen weiteren Markt. Den größten Schritt markierte die 1,15-Milliarden-Dollar-Übernahme des australischen Telemedizin-Anbieters Eucalyptus, der Marken wie „Juniper" und „Pilot" mitbringt.

Die Aktie hat seit Anfang März mehr als 50 Prozent zugelegt — liegt auf Jahressicht aber noch rund 26 Prozent im Minus. Ob die Warteliste in nennenswerte GLP-1-Umsätze mündet, wird sich spätestens mit den Quartalszahlen im Mai 2026 zeigen.

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