Hensoldt meldet den höchsten Auftragseingang seiner Geschichte – doch die Börse reagiert mit Enttäuschung. Der Grund: Die Produktion kommt nicht hinterher. Während der Auftragsbestand auf 8,8 Milliarden Euro anschwillt, bremst das Management die Erwartungen für 2026. Gleichzeitig positioniert sich BlackRock neu bei dem Rüstungstitel.

Rekordauftrag trifft auf Kapazitätsgrenze

Das Geschäftsjahr 2025 brachte Hensoldt einen Auftragseingang von 4,71 Milliarden Euro – ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Großaufträge für Luftverteidigungsradare, das Eurofighter-Programm und die P8-Poseidon trieben das Wachstum. Der Auftragsbestand wuchs um ein Drittel auf 8,83 Milliarden Euro.

Der Umsatz stieg allerdings nur um 9,6 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte 452 Millionen Euro bei einer Marge von 18,4 Prozent – knapp über der eigenen Zielmarke. Die Schere zwischen Auftragslage und tatsächlicher Auslieferung klafft auseinander.

Prognose enttäuscht Analysten

Für 2026 stellt Hensoldt rund 2,75 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht – ein Wachstum von etwa 12 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 18,5 bis 19 Prozent liegen. Der Mittelpunkt dieser Prognose liegt rund 2 Prozent unter dem Analystenkonsens.

Besonders auffällig: Die Free-Cashflow-Conversion sinkt auf etwa 40 Prozent, nachdem sie 2025 noch bei 77 Prozent lag. Der positive Effekt aus Kundenanzahlungen lässt nach, während Investitionen von rund 6 Prozent des Umsatzes anfallen – vor allem für den neuen Radar-Produktionsstandort, der 2027 in Betrieb gehen soll.

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Die vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro je Aktie nach 0,50 Euro fiel zudem geringer aus als von vielen Marktteilnehmern erhofft.

BlackRock stockt auf

Am 25. Februar 2026 überschritt BlackRock die Schwelle von 5 Prozent der Stimmrechte. Zuvor lag die gemeldete Beteiligung bei 4,996 Prozent. Die Veröffentlichung der Pflichtmitteilung erfolgte am 2. März 2026. Der weltgrößte Vermögensverwalter dokumentiert damit sein Vertrauen in den Sensor- und Radarspezialisten.

Kontinuität an der Spitze

Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag von CEO Oliver Dörre vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2031. Dörre treibt seit 2024 die Unternehmensstrategie „North Star" voran, die auf Skalierung der Produktionskapazitäten, Ausbau des Softwaregeschäfts und fokussierte Internationalisierung setzt.

Am 26. März 2026 folgt der vollständige Geschäftsbericht. Die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 werden am 6. Mai 2026 erwartet. Hensoldt sitzt auf einem Auftragsbuch vom Dreifachen des Jahresumsatzes – die entscheidende Frage ist nun, wann dieser Bestand in entsprechende Erträge mündet.

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