Hensoldt-Aktie: Jetzt kommen die Wetten!
Die Woche endete für Hensoldt mit einem weiteren Rückschlag. Am Freitag verlor die Aktie rund -2,5 % (je nach Börsenplatz). Auf Wochensicht summierte sich der Rückgang auf über -10 %. Damit rutschte der Titel klar in einen kurzfristigen Abwärtstrend. Der Abstand zur 100-Tage-Linie beträgt inzwischen mehr als -12 %. Kursregionen oberhalb von 100 Euro, die noch vor einiger Zeit diskutiert wurden, sind vorerst außer Reichweite.
Auslöser der Schwäche waren nicht fehlende Aufträge, sondern Details im Zahlenwerk. Operativ verzeichnete Hensoldt 2025 einen kräftigen Auftragseingang. Dieser stieg um 62 % auf 4,71 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs damit auf 8,83 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach Sensorik, Radar- und Elektroniksystemen bleibt hoch.
Hensoldt: Die Börsen sind hier offenbar nicht richtig erfreut
Gleichzeitig blieb der Umsatz hinter den Erwartungen zurück. Hensoldt erzielte Erlöse von 2,46 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 2,50 Milliarden Euro gerechnet. Diese Differenz fiel zwar gering aus, löste jedoch spürbare Reaktionen aus. In einem Umfeld hoher Erwartungen genügte das knappe Verfehlen der Prognose, um Verkäufe auszulösen.
Ein wesentlicher Faktor liegt in der Produktionsumsetzung. Das Unternehmen kämpft mit Engpässen bei elektronischen Komponenten. Fehlende Bauteile verzögern die Fertigstellung komplexer Systeme, darunter Radar für den Eurofighter oder Sensorik für den Schützenpanzer Puma. Zusätzlich erschwert Personalmangel die schnelle Abarbeitung des wachsenden Auftragsbestands.
Die Profitabilität entwickelte sich hingegen solide. Die operative Marge erreichte 18,4 % und übertraf damit die eigenen Zielmarken. Für 2026 plant das Unternehmen einen Umsatzanstieg auf 2,75 Milliarden Euro. Diese Zielsetzung signalisiert weiteres Wachstum, setzt jedoch eine reibungslosere Produktionskette voraus.
An der Börse dominieren derzeit Zweifel an der Umsetzungsgeschwindigkeit. Trotz eines Rekordauftragsbestands reagierte der Markt empfindlich auf das Umsatzminus gegenüber den Erwartungen. Der Kursrückgang von über -10 % innerhalb einer Woche verdeutlicht diese Skepsis. Mehr als -12 % Abstand zur 100-Tage-Linie unterstreichen das technische Bild.
Operativ sieht es tatsächlich besser aus. Die Frage wird sein, ob das auch noch reicht.
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