Es ist ruhig geworden um den Rüstungselektronik-Spezialisten, doch der Schein trügt. Nach der jüngsten Korrektur richten sich alle Blicke auf die operative Umsetzung des rekordhohen Auftragsbestands. Anleger fragen sich vor den anstehenden Zahlen: Kann das Unternehmen die hohen Erwartungen an die Skalierung der Produktion erfüllen und die Profitabilität sichern?

  • Aktueller Kurs: 78,85 € (+0,25 %)
  • Abstand zum Hoch: Die Aktie notiert rund 31 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 €.
  • Nächster Termin: Vorläufige Jahreszahlen am 26. Februar 2026.

Fokus auf operative Exzellenz

Mangels ad-hoc-pflichtiger Neuigkeiten oder frischer Großaufträge in den letzten 24 Stunden orientieren sich Investoren derzeit neu. Der Rüstungskonzern befindet sich in einer kritischen Übergangsphase: Der massive Auftragsbestand muss nun effizient abgearbeitet werden. Dass der Kurs auf Monatssicht um gut 9 % nachgegeben hat, spiegelt die abwartende Haltung des Marktes wider.

Marktbeobachter konzentrieren sich jetzt weniger auf neue Bestellungen, sondern auf die Validierung der operativen Fortschritte. Entscheidend ist dabei die Cash-Flow-Entwicklung. Es gilt zu beweisen, dass die hohen Anzahlungen aus Großprojekten in einen nachhaltigen operativen Geldfluss überführt werden können.

Gleichzeitig steht die Margen-Disziplin auf dem Prüfstand. Trotz der anhaltenden "Zeitenwende" und der weltweit hohen Nachfrage nach Hochleistungssensoren und Radarsystemen bleiben Lieferketten eine Herausforderung. Investoren wollen sehen, ob Hensoldt die Profitabilität bei der Abarbeitung des "Order Backlogs" stabil halten kann. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Book-to-Bill-Ratio, die idealerweise weiterhin über 1 liegen sollte, um organisches Wachstum zu signalisieren.

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Charttechnik und Bewertung

Die Aktie kämpft derzeit um Bodenbildung. Mit einem Kurs von 78,85 € notiert das Papier unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 81,40 €, was den kurzfristigen Abwärtstrend unterstreicht. Dennoch liegt die Performance auf Jahressicht (12 Monate) immer noch bei einem Plus von über 109 %. Analysten betrachten den Sektor aufgrund der geopolitischen Lage oft losgelöst von Tagesbewegungen als langfristigen Wachstumsmarkt, wobei die pünktliche Auslieferung komplexer Systeme zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal wird.

Wichtige Termine voraus

Für die weitere Kursrichtung dürfte der 26. Februar 2026 entscheidend sein. An diesem Datum veröffentlicht Hensoldt die vorläufigen Jahresfinanzergebnisse für 2025. Diese Zahlen werden der nächste harte Datenpunkt sein, um die fundamentale Lage neu zu bewerten. Bis dahin bleibt die Aktie voraussichtlich in einer Findungsphase, bevor am 26. März der vollständige Geschäftsbericht folgt.

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