Der Kryptomarkt erlebt eine unruhige Woche. Bitcoin ist heute auf rund 65.900 Dollar gefallen – der niedrigste Stand seit Mitte März – und steuert auf ein Wochenminus von etwa drei Prozent zu.

Zwei Kräfte drücken gleichzeitig auf den Kurs: die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt und steigende US-Anleiherenditen. Die zehnjährigen Treasuries notieren inzwischen bei rund 4,44 Prozent, was Risikoassets generell unter Druck setzt. Analyst Timo Emden bringt es auf den Punkt: Bitcoin bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Risikoaversion und seiner Rolle als alternative Anlageklasse – und findet derzeit keine klare Richtung.

14 Milliarden Dollar im Feuer

Zusätzliche Nervosität schürt ein massiver Options-Verfall. Rund 14 Milliarden Dollar an Bitcoin-Optionen laufen heute aus, hauptsächlich über die Börse Deribit. Das sogenannte „Maximum Pain"-Level – also der Punkt, an dem die meisten Optionen wertlos verfallen – liegt nach Bloomberg-Berechnungen bei etwa 75.000 Dollar. Institutionelle Akteure haben daher ein Interesse daran, den Kurs in diese Richtung zu lenken.

Nach dem Verfall dürfte die Absicherungsaktivität deutlich nachlassen. Das macht Bitcoin anfälliger für externe Schocks – und die bleiben mit dem eskalierten Nahost-Konflikt reichlich vorhanden. Seit seinem Rekordhoch von knapp 126.000 Dollar aus dem Spätherbst 2025 hat Bitcoin bereits rund 50 Prozent seines Wertes eingebüßt.

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Miner verkaufen, Anleger warten

Während Kleinanleger abwarten, hat MARA Holdings, der größte börsennotierte Bitcoin-Miner der USA, im März kräftig Kasse gemacht. Zwischen dem 4. und 25. März verkaufte das Unternehmen exakt 15.133 Bitcoin und erlöste damit rund 1,1 Milliarden Dollar. Das Kapital nutzte MARA, um eigene Wandelanleihen mit Fälligkeit 2030 und 2031 mit einem Abschlag zurückzukaufen – ein klarer Schritt zur Bilanzentlastung, den der Markt positiv aufgenommen hat.

Auf der Nachfrageseite bleibt das Bild vorerst getrübt. Washington und Teheran senden weiterhin widersprüchliche Signale zu einem möglichen Waffenstillstand. Solange hier keine Klarheit entsteht, dürfte die Risikobereitschaft der Investoren gedämpft bleiben. Charttechnisch beobachten Analysten die Marke von 60.000 Dollar als nächste relevante Unterstützungszone – ein Niveau, das zuletzt Mitte Januar 2026 weit entfernt schien, als Bitcoin noch knapp unter 100.000 Dollar notierte.

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