Die US-Handelskommission ITC hat Mitte März entschieden, dass chinesische Graphit-Anodenimporte die heimische Industrie nicht schädigen — und damit Zölle verhindert, die viele als sicher galten. Für Graphite One ist das weniger relevant als es klingt.

Warum der ITC-Entscheid das Projekt kaum trifft

Das Unternehmen verfolgt eine andere Logik als reine Anodenmaterial-Verarbeiter. Im Mittelpunkt steht das Graphite Creek-Projekt in Alaska — nach eigenen Angaben die größte und hochgradigste bekannte Großflocken-Graphitlagerstätte der USA. Das Projekt ist als erstes Bergbauprojekt Alaskas auf dem FAST-41-Genehmigungsportal des Bundes gelistet, was einen beschleunigten Genehmigungsprozess unabhängig von Handelszöllen ermöglicht.

Konkret haben Bundesbehörden festgelegt, bis Ende September 2026 über die Genehmigungen für den Bau und Betrieb der Mine zu entscheiden. Dieser Termin ist der nächste wesentliche Meilenstein.

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Seltene Erden und Pentagon-Finanzierung als zusätzliche Stützen

Unabhängige Analysen von Granat-Material aus Graphite Creek haben zudem Seltene Erden im Lagerstättengestein bestätigt — darunter erhöhte Konzentrationen von Magnet- und Schweren Seltenen Erden. 85 Prozent der nachgewiesenen Seltenen Erden in den Granaten gehören zu diesen strategisch besonders wertvollen Kategorien. Graphite One plant, gemeinsam mit einem US-Nationallabor ein Extraktionsverfahren zu entwickeln, das die REE-Gewinnung parallel zur Graphitförderung ermöglichen könnte.

Beim Finanzierungsrahmen stützt sich das Unternehmen auf Bundesmittel: Die US-Exportimportbank hat Graphite One eingeladen, Darlehen in Höhe von insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar zu beantragen — 1,4 Milliarden für die geplante Verarbeitungsanlage in Warren, Ohio, und 670 Millionen für die Alaskagrube. Das Gesamtprojekt ist auf rund 5 Milliarden Dollar veranschlagt.

Chinas Exportkontrollen bleiben ein Risikofaktor

Trotz des ITC-Entscheids bleibt die Versorgungslage aus China strukturell unsicher. Peking hatte im November 2025 verschärfte Endnutzer-Verifizierungsmaßnahmen vorübergehend ausgesetzt und die Exportlizenzpflicht für Graphitlieferungen in die USA bis zum 27. November 2026 gelockert. Nach Ablauf dieser Frist könnten US-Abnehmer, die auf chinesisches Material angewiesen sind, erneut mit Lieferunterbrechungen konfrontiert sein.

Graphite One steht aktuell mit rund 0,65 Euro deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,06 Euro — der Kurs spiegelt die anhaltende Unsicherheit rund um Genehmigungen und Finanzierungsabschlüsse wider. Die Entscheidung der Bundesbehörden im September 2026 dürfte maßgeblich darüber bestimmen, wie Investoren das Projekt neu bewerten.

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