Graphite One Aktie: Geopolitik als Rückenwind
Die US-Handelskommission ITC hat Anfang März entschieden, keine Strafzölle auf chinesisches Graphit-Anodenmaterial zu verhängen — und damit kurzfristig Druck von chinesischen Importen genommen. Für Graphite One bedeutet das einen Wettbewerbsnachteil auf dem Papier. Strukturell ändert sich jedoch wenig an der Abhängigkeit westlicher Lieferketten von China.
Chinas Exportkontrollen: Aufgeschoben, nicht aufgehoben
China hat seine verschärften Graphit-Exportkontrollen gegenüber den USA bis November 2026 ausgesetzt — eine taktische Pause, keine dauerhafte Entspannung. Batteriehersteller und Anodenproduzenten im Westen haben damit ein klar definiertes Zeitfenster, um alternative Bezugsquellen aufzubauen.
Die Zahlen verdeutlichen, wie eng die Abhängigkeit ist: China kontrolliert rund 65 % der weltweiten Naturgraphitproduktion, über 75 % des synthetischen Graphits und mehr als 90 % des sphärischen Graphits, das in Batterien eingesetzt wird. Auch bei Anodenwerkstoffen liegt der chinesische Marktanteil bei über 90 %.
Genau hier liegt Graphite Ones strategische Ausgangslage. Das Graphite Creek-Projekt in Alaska ist derzeit das einzige Vorhaben, das sowohl im bundesstaatlichen FAST-41-Genehmigungsverfahren als auch im Genehmigungsdashboard Alaskas gelistet ist. Bis Ende September 2026 sollen die zuständigen Bundesbehörden über die notwendigen Genehmigungen entschieden haben.
Seltene Erden als zusätzlicher Hebel
Neben Graphit hat das Projekt eine weitere Dimension gewonnen. Unabhängige Analysen von Granat-Material aus dem Graphite Creek-Bohrkern bestätigten das Vorkommen seltener Erden — darunter Dysprosium (32–63 ppm), Yttrium (198–427 ppm) und Scandium (84–141 ppm). 85 % der nachgewiesenen Seltenen Erden gehören zur Kategorie der Magnet- oder schweren Seltenen Erden, die für Permanentmagnete in Windturbinen, Elektrofahrzeugen und Verteidigungssystemen unverzichtbar sind.
Graphite One arbeitet mit der University of Alaska Fairbanks und dem Activation Laboratories Ltd an der Quantifizierung des REE-Inventars. Parallel laufen Gespräche mit einem nationalen Labor des US-Energieministeriums über Extraktions- und Trennverfahren.
Liefervertrag und Finanzierung
Auf der Kundenseite hat Graphite One seine Position zuletzt gefestigt. Lucid Group verlängerte und erweiterte eine bestehende Mehrjahres-Liefervereinbarung für amerikanisches Naturgraphit — ergänzend zu einem bereits 2024 geschlossenen Vertrag über synthetisches Graphit. Damit ist Graphite One bislang das einzige Unternehmen, das einem US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller beide Graphit-Typen für Batterieanoden liefert.
Die finanzielle Unterstützung umfasst einen Zuschuss von 37,5 Millionen US-Dollar aus dem Defense Production Act Title III sowie unverbindliche Interessensbekundungen der EXIM Bank über insgesamt 895 Millionen US-Dollar.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 44 % verloren und notiert weit unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 1,07 Euro. Das Genehmigungsdatum im September 2026 dürfte zum nächsten konkreten Kursimpuls werden — positiv wie negativ.
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