Der Aufbau einer rein nordamerikanischen Lieferkette für Batteriemetalle hat einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Eine aktuelle Entscheidung der US-Behörden öffnet den Markt wieder für günstige chinesische Importe. Für heimische Entwickler ändert sich damit schlagartig das Wettbewerbsumfeld.

Am Donnerstag entschied die US-Handelskommission (ITC), die bestehenden Schutzzölle auf chinesisches aktives Anodenmaterial (AAM) aus Grafit nicht aufrechtzuerhalten. Als direkte Folge streicht das Handelsministerium die bisherigen Aufschläge von 160 Prozent. Ursprünglich sollten diese Zölle verhindern, dass subventioniertes Material aus Fernost den US-Markt zu künstlich niedrigen Preisen überschwemmt. Der Wegfall dieser Hürde verändert die Kostendynamik für Batterieproduzenten massiv.

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Genau diese Entwicklung trifft das Geschäftsmodell von Graphite One im Kern. Das Unternehmen arbeitet intensiv daran, eine lokale Versorgungslinie vom Abbau in Alaska bis zur geplanten Verarbeitungsanlage in Ohio aufzubauen. Die Rückkehr billigerer chinesischer Anodenmaterialien sorgt für plötzlichen Preisdruck bei diesen Projekten. Anleger reagierten prompt auf die veränderten Aussichten: Die Papiere gaben am Freitag um 6,03 Prozent auf 0,69 Euro nach und weiteten den Jahresverlust damit auf über 41 Prozent aus.

Finanzierung im Fokus

Der Aufbau einer vertikal integrierten Produktion verschlingt enorme Summen. Erst Mitte Februar sammelte das Management frische 35 Millionen kanadische Dollar über eine Kapitalerhöhung ein. Diese Mittel fließen direkt in die Planung und Genehmigung der Anlage in Ohio. Gleichzeitig verhandelt das Unternehmen über staatliche Förderungen in gigantischem Ausmaß.

Bisher liegen unverbindliche Absichtserklärungen der US-Export-Import-Bank über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar vor. Diese Gelder aus der bundesstaatlichen "Make More in America"-Initiative sollen sowohl die Mine am Graphite Creek als auch die Weiterverarbeitung finanzieren.

Trotz der grundsätzlichen politischen Unterstützung für heimische kritische Mineralien belegt der Wegfall der Importzölle die harten regulatorischen Rahmenbedingungen der Branche. Das Management muss nun beweisen, dass die geplanten Anlagen auch ohne den 160-prozentigen Schutzschild gegen die asiatische Konkurrenz wirtschaftlich tragfähig operieren können.

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