Die Verhandlungen um den Stromtarif für Glencores südafrikanisches Ferrochrom-Geschäft spitzen sich zu. Rund 11.000 Arbeitsplätze hängen davon ab, ob sich das Glencore-Merafe Chrome Venture und der staatliche Energieversorger Eskom noch vor dem 7. April einigen.

Gegenangebot oder Entlassungen

Das Joint Venture hat das formelle Tarifangebot von Eskom über 62 Cent pro Kilowattstunde als „kommerziell nicht umsetzbar" eingestuft und einen finalen Gegenvorschlag eingereicht. Dieser Tarif wäre zwar deutlich günstiger als der im Januar genehmigte Übergangstarif von 87,74 Cent – reiche aber laut Venture nicht aus, um die Schmelzöfen auf wettbewerbsfähiger Basis wieder anzufahren. Glencore hatte bereits 2025 angekündigt, bei Scheitern der Verhandlungen 2.500 Mitarbeiter zu entlassen.

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Der Konflikt schwelt seit April 2025, als die Smelter-Betriebe des Ventures ausgesetzt wurden. Südafrika, einst weltweiter Spitzenverarbeiter von Chrom zu Ferrochrom, hat diese Rolle inzwischen an China verloren – und hohe Stromkosten gelten als Hauptursache. Von ehemals 66 Schmelzöfen sind im gesamten Sektor noch 11 in Betrieb. Das Venture hat seine Boshoek- und Wonderkop-Smelter stillgelegt; lediglich der Lion-Smelter hat den Betrieb kürzlich wieder aufgenommen.

Nersa als letzte Instanz

Selbst wenn Eskom dem Gegenvorschlag zustimmt, ist das Verfahren nicht beendet. Die überarbeiteten Konditionen müssen anschließend noch vom nationalen Energieregulator Nersa genehmigt werden. Bis dahin bleibt die Section-189-Frist – das südafrikanische Verfahren zur Massenentlassung – formal aktiv, auch wenn Eskom eine einwöchige Verlängerung bis zum 7. April gewährt hat.

Gelingt eine Einigung, sollen bis Jahresende 69 Schmelzöfen wieder hochgefahren werden. Scheitern die Gespräche, droht der südafrikanischen Ferrochrom-Industrie ein weiterer, möglicherweise irreversibler Kapazitätsabbau. Die Glencore-Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Plus von rund 90 Prozent mehr als verdoppelt – ob das Ferrochrom-Geschäft zu dieser Erholung beitragen kann, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

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