Glencore Aktie: Fusion, Streik, Strategie
Glencore-Chef Gary Nagle verfolgt gleich mehrere Fronten gleichzeitig: Wiederbelebte Fusionsambitionen mit Rio Tinto treffen auf einen Arbeitskonflikt in Australien — und die Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Neue Chance für Mega-Fusion?
Die Fusionsgespräche mit Rio Tinto waren im Februar 2026 an unterschiedlichen Bewertungsvorstellungen gescheitert. Nagle setzt nun darauf, dass gestiegene Kohlepreise Glencores relatives Gewicht in einer möglichen Neubewertung stärken. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen Schwäche in Rio Tintos zentralem Eisenerzgeschäft — eine Konstellation, die nach Glencores Einschätzung die Ausgangslage für neue Verhandlungen verbessern könnte. Ein erfolgreicher Zusammenschluss würde eines der größten Bergbauunternehmen der Welt entstehen lassen.
Kupferraffinerie unter Druck
Parallel dazu brodelt es in Townsville. Mitarbeiter der dortigen Kupferraffinerie legten am 13. März für vier Stunden die Arbeit nieder — der vorläufige Höhepunkt von fast einem Jahr stockender Lohnverhandlungen. Die Australian Workers' Union wirft Glencore vor, ein nominelles Lohnangebot durch Boni künstlich aufzublähen. Das Unternehmen weist das zurück und verweist darauf, dass die Raffinerie nach eigenen Angaben weiterhin Verluste schreibt.
Die Anlage kann jährlich bis zu 300.000 Tonnen Kupferkathode produzieren — ausgerechnet in einem Segment, das Glencore als Wachstumstreiber positioniert. Dass die Kupferproduktion 2025 bereits zurückgegangen ist, macht weitere Ausfälle umso unangenehmer. Die Gewerkschaft hat weitere Streiks angedroht, sollte keine Einigung folgen.
Ebenfalls bekannt wurde, dass CEO Nagle im Rahmen des unternehmensinternen „Career Shares"-Plans rund 1,5 Millionen Aktieneinheiten erhalten hat, die nach drei Jahren an Leistungsbedingungen geknüpft in reguläre Aktien umgewandelt werden.
Die Aktie hat sich seit ihrem Tief von 2,71 Euro im April 2025 mehr als verdoppelt und notiert derzeit nahe dem 52-Wochen-Hoch von 6,13 Euro. Wie weit der Kurs von hier trägt, hängt wesentlich davon ab, ob der Arbeitskonflikt in Townsville eskaliert — und ob Nagle die Fusion mit Rio Tinto tatsächlich neu auflegen kann.
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