Ausgerechnet jetzt, wo der Rohstoffriese Kupfer zu seinem zentralen Wachstumsmotor erklärt hat, legen australische Minenarbeiter die Arbeit nieder. Während der gestrige Warnstreik in Queensland die Produktion stört, treibt das Management hinter den Kulissen einen milliardenschweren Portfolioumbau voran.

Gestern eskalierte ein monatelanger Tarifkonflikt in der Townsville-Kupferraffinerie. Nach fast einem Jahr erfolgloser Verhandlungen mit der Gewerkschaft AWU traten die Beschäftigten in einen vierstündigen Ausstand. Sie fordern einen Ausgleich für gestiegene Lebenshaltungskosten, während das Management auf anhaltende Verluste des Standorts verweist. Der Arbeitskampf trifft den Konzern an einem empfindlichen Punkt: Die eigene Kupferproduktion fiel 2025 bereits um elf Prozent auf 851.600 Tonnen. Probleme an der chilenischen Collahuasi-Mine zwangen das Unternehmen kürzlich dazu, auch die Prognose für das laufende Jahr spürbar zu senken.

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Milliarden-Verkauf in Kasachstan

Parallel zu den operativen Herausforderungen in Australien nimmt die strategische Neuausrichtung konkrete Formen an. Aktuell verdichten sich die Hinweise auf einen Verkauf der 70-Prozent-Beteiligung am kasachischen Zink- und Goldproduzenten Kazzinc. Ein lokaler Bauunternehmer verhandelt über den Erwerb des Pakets, das dem Bergbaukonzern zwischen vier und 4,5 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen könnte. Dieser Schritt passt zur übergeordneten Strategie, sich stärker auf das zukunftsträchtige Kupfergeschäft zu konzentrieren und Randbereiche abzustoßen.

Solide Zahlen und starker Lauf

Die finanzielle Basis für diesen Umbau ist intakt. Das bereinigte EBITDA sank 2025 zwar preisbedingt leicht um sechs Prozent auf 13,5 Milliarden US-Dollar, doch ein striktes Sparprogramm soll bis Ende 2026 eine Milliarde US-Dollar einbringen – flankiert vom Abbau von rund 1.000 Stellen. An der Börse wird dieser Kurs honoriert. Mit einem Schlusskurs von 6,09 Euro am Freitag notiert das Papier nur hauchdünn unter seinem Anfang März erreichten 52-Wochen-Hoch. Ein Jahresplus von beachtlichen 28,49 Prozent unterstreicht das Vertrauen der Investoren in die aktuelle Ausrichtung.

In den kommenden Wochen rücken zwei Faktoren in den Fokus der Anleger: Eine mögliche Einigung im australischen Tarifstreit und der formelle Abschluss des Kazzinc-Verkaufs. Spätestens auf der Hauptversammlung am 28. Mai 2026 wird das Management detailliert darlegen müssen, wie es trotz der jüngsten Produktionsrückgänge sein langfristiges Ziel von über einer Million Tonnen Kupfer jährlich bis 2028 erreichen will.

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