Gerresheimer Aktie: Kampf um den Boden
Der Kursverfall beim Düsseldorfer Verpackungsspezialisten nimmt bedrohliche Züge an. Während die Aktie neue Tiefststände testet, spaltet sich das Lager der institutionellen Investoren massiv. Ein großer Fonds zieht die Reißleine, doch eine US-Großbank stellt sich aggressiv gegen den Trend und kauft nach.
Abwärtsdruck dominiert den Handel
Der heutige Dienstag bestätigt die Skepsis der Marktteilnehmer. Mit einem Minus von über zwei Prozent rutschte der Titel auf Xetra bis auf 25,04 Euro ab. Die langfristige Bilanz wiegt jedoch schwerer: Binnen eines Jahres hat das Papier über 60 Prozent an Wert eingebüßt. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 864 Millionen Euro geschrumpft, was den Titel zunehmend anfällig für Volatilität macht.
Zudem setzen Leerverkäufer dem Kurs weiter zu. In den vergangenen Tagen wurden mehrfach Netto-Leerverkaufspositionen gemeldet, was den konstanten Verkaufsdruck der letzten Wochen erklärt.
Die aktuelle Lage in Zahlen:
* Kursentwicklung: Tagesverlust von rund 2,6 Prozent
* Kritische Marke: Kurs nähert sich dem 52-Wochen-Tief bei 22,52 Euro
* Bewertung: Marktkapitalisierung unter die Milliarden-Grenze gefallen
Institutionelle Anleger uneinig
Hinter den Kulissen tobt ein strategischer Konflikt um die Bewertung des Unternehmens. Daten vom 20. Januar belegen, dass der Oakmark International Small Cap Fund seine Position vollständig glattgestellt hat – ein klares Misstrauensvotum des Asset Managers, der Kapital nun anderweitig allokiert.
Diametral entgegengesetzt agiert JPMorgan. Die US-Großbank nutzte die Kursschwäche, um ihren Stimmrechtsanteil antizyklisch auf 7,43 Prozent auszubauen. Marktbeobachter interpretieren diesen Schritt als Wette darauf, dass der Ausverkauf übertrieben ist und das Unternehmen fundamental unterbewertet sein könnte.
Analysten ohne Konsens
Die Zerrissenheit des Marktes spiegelt sich auch in den Expertenmeinungen wider. Während Bernstein Research mit einem Kursziel von 25,68 Euro die aktuelle Skepsis bestätigt und das "Underperform"-Rating beibehält, sehen andere Häuser massives Potenzial. Oddo BHF sorgte gestern mit einer Hochstufung auf „Outperform“ und einem Ziel von 37 Euro für Aufsehen, was einem theoretischen Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent entspricht. Auch Jefferies bestätigte heute trotz des Kursrutschs die Kaufempfehlung.
Die kurzfristige Richtung könnte sich auf der morgen beginnenden Messe Pharmapack in Paris entscheiden. Sollte das Management dort überzeugende Impulse liefern, könnte dies in Kombination mit dem Einstieg von JPMorgan eine Stabilisierung einleiten. Bleiben positive Signale aus, droht der unmittelbare Test des 52-Wochen-Tiefs bei 22,52 Euro.
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