Der nächste Akt im Drama um Gerresheimer ist eröffnet – und er trifft die Aktie mitten ins Mark. Heute bricht der Kurs um rund 20 Prozent ein. Der Auslöser: eine erneute Verschiebung des Jahresabschlusses, diesmal mit potenziell existenziellen Folgen für die Indexzugehörigkeit.

Abschlussprüfung dauert länger als erwartet

Gerresheimer hatte eigentlich versprochen, den geprüften Jahres- und Konzernabschluss für 2025 bis zum 31. März vorzulegen. Daraus wird nichts. Eine zweite externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft untersucht derzeit Geschäftsvorgänge aus den Jahren 2024 und 2025 – und braucht dafür mehr Zeit als geplant. Der Vorstand peilt nun den Juni als neuen Veröffentlichungstermin an.

Diese Verschiebung ist nicht nur ein bürokratisches Ärgernis. Sie zieht eine ganze Kettenreaktion nach sich: Die für den 16. April geplante Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026 muss ebenfalls verschoben werden. Die ordentliche Hauptversammlung, die am 3. Juni stattfinden sollte, fällt aus. Und das Unternehmen hat Gespräche mit seinen Kreditgebern aufgenommen, um Fristen in den Finanzierungsverträgen neu zu verhandeln.

SDAX-Rauswurf rückt näher

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gerresheimer?

Wer zahlt den höchsten Preis? Möglicherweise die verbliebenen Indexanleger. Denn durch die verspätete Veröffentlichung verstößt Gerresheimer gegen die Transparenzanforderungen der Deutschen Börse – und der Ausschluss aus dem SDAX gilt damit als wahrscheinlich.

Das ist mehr als ein symbolischer Verlust. Ein Indexrauswurf zwingt passive Fonds zum Verkauf, was den Abgabedruck auf die ohnehin angeschlagene Aktie weiter erhöht. Der Kurs notiert heute bei rund 18 Euro – ein Wert, der noch vor nicht allzu langer Zeit undenkbar gewesen wäre.

Die Auseinandersetzung mit der Bafin rund um Bilanzprüfungen läuft bereits seit Längerem. Dass nun eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingeschaltet wurde, deutet darauf hin, dass die offenen Fragen erheblich tiefer reichen als zunächst kommuniziert. Für Anleger bleibt die zentrale Unsicherheit bestehen: Bis der testierte Abschluss vorliegt, fehlt jede verlässliche Zahlenbasis.

Anzeige

Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...