Die Gerresheimer-Aktie erhält gleich von zwei Seiten Rückenwind: Oddo BHF stuft auf "Outperform" hoch und setzt das Kursziel bei 37 Euro an – das entspricht einem Potenzial von knapp 50 Prozent. Zugleich bekräftigt Jefferies seine Kaufempfehlung. Basis für den Optimismus: Aussagen von CFO Wolf Lehmann, der auf einer Investorenkonferenz eine Stabilisierung signalisierte. Die Aktie notiert aktuell bei rund 25 Euro.

Die wichtigsten Entwicklungen:
- Oddo BHF hebt Rating von "Neutral" auf "Outperform" an
- Kursziel von 37 Euro impliziert 46% Aufwärtspotenzial
- CFO signalisiert: "Das Schlimmste ist vorüber"
- JPMorgan erhöht Stimmrechtsanteil auf 7,43%

CFO macht Hoffnung auf Trendwende

Analyst Oliver Metzger von Oddo BHF stützt seine positive Einschätzung auf konkrete Aussagen des Finanzvorstands. Lehmann habe auf der Konferenz deutlich gemacht, dass sich mehrere Belastungsfaktoren stabilisieren, die das Unternehmen 2025 unter Druck gesetzt hatten. Der grundsätzliche Wachstumstrend im Pharmabereich bleibe voll intakt, so Metzger. Für 2026 erwartet er einen moderaten Umsatzanstieg.

Ein zusätzlicher Vertrauensfaktor: Die angekündigte höhere Transparenz in der Bilanzierung. Die geplante Separierung der Moulded-Glass-Sparte soll die Nachvollziehbarkeit für Investoren verbessern.

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Breiter Analystenrückhalt

Jefferies hatte bereits am 16. Januar sein "Buy"-Rating bestätigt und ein Kursziel von 34,10 Euro ausgegeben. Analyst James Vane-Tempest sieht Gerresheimer und Schott Pharma nach der Schwäche des Subsektors positiv herausragen. Im Konsens von 15 Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 34,17 Euro – die Empfehlung lautet "Aufstocken". Lediglich Bernstein Research votiert mit "Underperform" gegen den Trend.

Parallel erhöhte JPMorgan Chase seine Beteiligung am 9. Januar von 7,05 auf 7,43 Prozent. Der Anteil setzt sich aus 3,06 Prozent direkten Stimmrechten und 4,37 Prozent über Finanzinstrumente zusammen.

Erholung nach historischem Absturz

Die Aktie hatte im Dezember 2024 mit 22,60 Euro den tiefsten Stand seit 2010 markiert. Vom Herbst-2023-Hoch bei knapp 123 Euro bedeutet das einen Verlust von rund 80 Prozent. Seither stabilisiert sich der Kurs allmählich, bleibt aber volatil. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 84,15 Euro.

Am 26. Februar folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA soll bei etwa 478 Millionen Euro liegen. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die vom CFO beschriebene Stabilisierung in harten Fakten niederschlägt.

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