General Mills hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erneut enttäuscht — und das Papier notiert auf einem neuen 52-Wochen-Tief. Hinter den schwachen Zahlen steckt jedoch eine bewusste Transformationsstrategie, deren Früchte das Management für das laufende Schlussquartal verspricht.

Zahlen unter den Erwartungen

Der Gewinn je Aktie lag mit 0,64 Dollar rund 12 Prozent unter der Analystenschätzung von 0,73 Dollar — und damit weit unter den 1,00 Dollar aus dem Vorjahresquartal. Der bereinigte EPS-Rückgang von 37 Prozent in konstanten Währungen erklärt sich vor allem durch einen niedrigeren operativen Gewinn und einen höheren Steueraufwand. Auch der Umsatz verfehlte mit 4,4 Milliarden Dollar knapp die Erwartungen.

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CEO Jeff Harmening hatte diese Schwäche teilweise vorhergesehen: Das Unternehmen habe das Jahr mit der Erwartung begonnen, dass Investitionen, Veräußerungen und ungünstige Vergleichsperioden die Ergebnisse in den ersten drei Quartalen belasten würden.

Tierfutter wächst, Nordamerika-Retail schwächelt

Das Bild auf Segmentebene ist gemischt. Das nordamerikanische Einzelhandelsgeschäft — das Kerngeschäft — verzeichnete einen Umsatzrückgang von 13,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Belastend wirkten Devestitionen und schwächere Volumina.

Gegenläufig entwickelte sich das Tiernahrungsgeschäft: Das North America Pet-Segment wuchs um 2,7 Prozent auf 640,5 Millionen Dollar. Auch das Internationale Segment legte um 6,9 Prozent auf 696,3 Millionen Dollar zu.

Innovationswelle soll Q4 retten

General Mills setzt auf eine Reihe neuer Produkte, die bereits im laufenden Quartal in den Handel kommen: darunter Annie's Fruit Snacks mit Ballaststoffen, Larabar Protein and Fiber, eine neue mexikanische Marke namens La Tiara sowie Hot-Honey-Varianten von Pillsbury-Biscuits und Tabasco-Old-El-Paso-Kits. Flankiert werden die Launches von zweistellig steigenden Mediainvestitionen.

Das Management erwartet für Q4 einen deutlichen Ergebnissprung — auch weil ein Lagerbestandsabbau beim Handel, der Q3 mit rund drei Prozentpunkten belastet hatte, im Schlussquartal zum Rückenwind werden soll.

Analysten bleiben skeptisch

Die Reaktion der Analysten fiel verhalten aus. Wells Fargo stufte die Aktie am 12. März auf Underweight herab und senkte das Kursziel von 45 auf 35 Dollar. Bernstein hält an Market Perform fest, kappte das Ziel aber bereits im Februar von 53 auf 48 Dollar. Von 21 Analysten insgesamt empfehlen derzeit nur fünf den Kauf des Titels.

Die Jahresziele hat General Mills trotz der Quartalsschwäche bestätigt: organisches Umsatzminus von 1,5 bis 2 Prozent sowie ein bereinigter EPS-Rückgang von 16 bis 20 Prozent in konstanten Währungen. Das Q4 wird zeigen, ob die operativen Fortschritte bei Haushaltsdurchdringung, Volumen und Marktanteilen endlich auch in den Finanzkennzahlen ankommen.

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