Geely Aktie: Europa-Zulassung fix
Geely sichert sich als erster chinesischer Autobauer den regulatorischen „Reisepass“ für Europa. Mit der UN-R171-Zertifizierung für sein Assistenzsystem G-ASD zieht der Konzern mit BMW gleich und bereitet gleichzeitig den Sprung nach Nordamerika vor. Während westliche Märkte oft als verschlossen gelten, hebelt Geely die Barrieren technologisch und politisch aus.
Technologischer Meilenstein in Europa
Das neue System basiert auf dualen Nvidia Orin-X Chips und ermöglicht automatisiertes Fahren bis 150 km/h auf europäischen Autobahnen. Die Zertifizierung erlaubt es Geely, Fahrzeuge ohne länderspezifische Einzelzulassungen in allen UNECE-Mitgliedstaaten zu verkaufen. Die Premiere feiert die Technik bereits im Juni bei der Tochtermarke Lotus, bevor sie auf Marken wie Zeekr und Lynk & Co ausgeweitet wird.
Dass Geely gemeinsam mit dem staatlichen Prüfinstitut CATARC die Testverfahren für diesen Standard entwickelte, verschafft dem Konzern einen deutlichen Zeitvorteil gegenüber der Konkurrenz. Die Technologie übernimmt komplexe Aufgaben wie automatisierte Autobahnkreuzungen und autonomes Überholen.
Zollvorteile ebnen Weg nach Kanada
Parallel dazu nimmt die Nordamerika-Strategie Gestalt an. Dank eines neuen Handelsabkommens senkt Kanada die Zölle für chinesische E-Autos drastisch von über 100 auf nur noch 6,1 Prozent. Geely hat bereits Schritte eingeleitet, um noch in diesem Jahr mit dem Verkauf zu beginnen. Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie BYD profitiert der Konzern dabei von seiner bestehenden operativen Präsenz durch Volvo und Polestar.
Das Abkommen sieht vor, das Kontingent von zunächst 49.000 steuerbefreiten Fahrzeugen bis zum Jahr 2030 auf jährlich 70.000 Einheiten zu steigern. Mit der bereits erfolgten Registrierung der Marke Zeekr in Kanada unterstreicht Geely seine Ambition, dort direkt in den Wettbewerb einzusteigen.
Starke Margen stützen Expansion
Die globale Offensive steht auf einem stabilen Fundament. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Kerngewinn um 36 Prozent auf 14,4 Milliarden Yuan und wuchs damit deutlich schneller als der Umsatz. Besonders die Exportdynamik beeindruckt: Für 2026 peilt das Management einen Zuwachs der Auslandsverkäufe um 52 Prozent auf 640.000 Einheiten an.
An der Börse wird die Strategie positiv quittiert. Die Aktie kletterte heute um 1,28 Prozent auf 2,30 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Mit dem geplanten Ausbau des Händlernetzes auf über 1.300 Standorte und der vertieften Nvidia-Partnerschaft im Bereich industrieller KI untermauert der Konzern seinen Anspruch als globaler Tech-Player. Anleger werden im Juni genau hinsehen, wenn die ersten zertifizierten Modelle auf europäische Straßen rollen.
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