Geely bündelt seine europäischen Kräfte in einer neuen Zentrale. Mit der Gründung von „Geely Technology Europe“ legt der chinesische Automobilriese die Forschungsstandorte in Frankfurt und Göteborg zusammen. Ziel dieser Konsolidierung ist es, die Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle massiv zu beschleunigen und die Lücke zwischen den Marktstarts in China und Übersee zu schließen.

Angriff auf die Markteinführungszeiten

Die neue Organisation soll sicherstellen, dass neue Modelle künftig in weniger als sechs Monaten nach ihrem Debüt in China auch international verfügbar sind. Geely plant, die Anzahl der in Europa geführten Fahrzeugprojekte bis zum Jahr 2027 zu verdoppeln. Dabei konzentriert sich das Zentrum auf die Entwicklung globaler Plattformen, die von Beginn an für verschiedene Märkte konzipiert werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Softwareentwicklung und künstlichen Intelligenz. Das betrifft vor allem digitale Cockpits und Fahrerassistenzsysteme für Marken wie Zeekr und Lynk & Co. Genügt die neue F&E-Struktur, um die technologische Lücke zur westlichen Konkurrenz endgültig zu schließen? Die Antwort darauf dürfte in den kommenden zwei Jahren fallen, wenn die ersten gemeinsam entwickelten Architekturen in Serie gehen. Parallel dazu sondiert das Management bereits Kooperationen mit Branchengrößen wie Mercedes-Benz und Ford.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Geely?

Rekordgewinne finanzieren Expansion

Die finanzielle Basis für diese Offensive ist solide. Im Geschäftsjahr 2025 kletterte der Nettogewinn auf einen Rekordwert von 16,85 Milliarden Yuan, während der Umsatz um ein Viertel auf über 345 Milliarden Yuan zulegte. Damit rückt Geely dem heimischen Marktführer BYD beim Absatz immer dichter auf die Pelle.

An der Börse legt das Papier nach einer starken Rally eine Atempause ein. Die Aktie notiert heute bei 2,29 Euro, was einem leichten Rückgang von 1,63 Prozent entspricht. Damit konsolidiert der Titel knapp unter dem erst gestern erreichten 52-Wochen-Hoch von 2,33 Euro. Auf Monatssicht steht für Anleger dennoch ein sattes Plus von rund 25 Prozent zu Buche.

Die Ziele für 2026 und 2030

Geely verfolgt eine klare Wachstumsstrategie, die weit über den chinesischen Heimatmarkt hinausreicht:

  • Exportziel 2026: 640.000 Fahrzeuge (+52 % zum Vorjahr)
  • Aktuelle Exportdynamik: Über 60.000 Einheiten pro Monat
  • Langfristziel 2030: Aufstieg unter die Top 5 der weltweiten Automobilhersteller

Ein wesentlicher Meilenstein für den europäischen Markt wurde bereits erreicht: Die UN-R171-Zertifizierung für das hauseigene Assistenzsystem G-ASD liegt vor. Diese regulatorische Freigabe ist die Voraussetzung, um die neuen Technologien in der Europäischen Union großflächig auszurollen und den Marktanteil im Premiumsegment nachhaltig zu steigern.

Geely-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Geely-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Geely-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Geely-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Geely: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...