Die Fresenius-Aktie zeigte sich am Mittwoch äußerst volatil. Nach einem schwachen Start mit Verlusten von bis zu 4,4 Prozent drehte das Papier am Nachmittag ins Plus und legte zuletzt um zwei Prozent auf 51,26 Euro zu. Grund für die Achterbahnfahrt waren die vorgelegten Jahreszahlen für 2025 und ein durchwachsener Ausblick auf 2026.

Der Bad Homburger Konzern steigerte sein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) im vergangenen Jahr um gut vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 22,6 Milliarden Euro – organisch waren es sogar sieben Prozent. Damit traf Fresenius die Markterwartungen weitgehend. Belastungen durch US-Zölle und den Wegfall staatlicher Energiehilfen für deutsche Kliniken nach der Corona-Pandemie konnte das Unternehmen ausgleichen.

Margenziel irritiert Anleger

Für 2026 peilt Fresenius ein organisches Umsatzwachstum von vier bis sieben Prozent an – bestenfalls also auf Vorjahresniveau. Die operative Marge soll mit 11,5 Prozent stagnieren. Diese Prognose sorgte für Stirnrunzeln bei Analysten. Graham Doyle von der UBS bewertete die Quartalszahlen als "in Ordnung", den Ausblick jedoch als enttäuschend.

Sven Kürten von der DZ Bank bezeichnete das Margenziel als "Knackpunkt", relativierte aber in seiner Mittagsstudie: Die Abweichung sei "nicht dramatisch". Hauptursache seien höhere Kosten auf Konzernebene durch verstärkte Investitionen in Digitalisierung und neue Produktinnovationen. Zudem führte Fresenius eine neue Kennziffer ein: Das Kernergebnis je Aktie soll 2026 währungsbereinigt um fünf bis zehn Prozent steigen, nach einem Plus von zwölf Prozent auf 2,87 Euro in 2025. Herausgerechnet sind Sondereffekte und die Beteiligung am Dialysespezialisten FMC.

Kabi bleibt Wachstumsmotor

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Die Pharmatochter Kabi lieferte erneut stark ab. Im vierten Quartal legte der Umsatz organisch um zehn Prozent zu – deutlich über dem strukturellen Zielband von vier bis sieben Prozent. Mit 2,2 Milliarden Euro erzielte Kabi den höchsten Quartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte. Das Biopharma-Geschäft, das Biosimilars und den Auftragsfertiger mAbxience umfasst, explodierte geradezu: Organisch wuchs es um 97 Prozent auf 265 Millionen Euro. Verantwortlich waren die Markteinführungen von Tocilizumab-Biosimilar Tyenne, Ustekinumab-Biosimilar Otulfi und Denosumab-Biosimilars Bomyntra und Conexxence.

Fresenius hob das strukturelle Margenband für Kabi von 16 bis 18 Prozent auf 17 bis 19 Prozent an. Für 2026 erwartet der Konzern bei Kabi ein organisches Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich bei einer Ebit-Marge von 16,5 bis 17,0 Prozent.

Die Kliniksparte Helios steigerte ihren Umsatz im Schlussquartal organisch um acht Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte währungsbereinigt um 22 Prozent auf 416 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich um 130 Basispunkte auf 11,7 Prozent. Helios Deutschland profitierte massiv vom Performance-Programm, das den Wegfall der Energiekostenhilfen kompensieren sollte. Das Einsparziel von 100 Millionen Euro wurde erreicht.

Konzernchef Michael Sen, dessen Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert wurde, setzt auf "innovativgetriebenes Wachstum". Die Aktionäre dürfen sich über eine auf 1,05 Euro erhöhte Dividende freuen.

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