EVN Aktie: Gemischte Bilanz
Der Energieversorger EVN startet mit einem kontrastreichen ersten Quartal in das neue Geschäftsjahr. Während regulatorische Preisanpassungen den Umsatz stützten, hinterließen eine schwächere Wind- und Wasserkraftausbeute sowie sinkende Strompreise deutliche Spuren im operativen Ergebnis. Dennoch konnte das Unternehmen unter dem Strich einen Gewinnzuwachs ausweisen, was die Aktie am Mittwoch stabil hielt.
Operative Delle durch Erzeugung
Trotz eines Umsatzplus von 3,3 Prozent auf 830,7 Millionen Euro ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 7,8 Prozent auf 153,2 Millionen Euro zurück. Verantwortlich für diesen Rückgang war primär die geringere Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen. Neben ungünstigen Witterungsbedingungen für die Wind- und Wasserkraft belasteten sinkende Großhandelspreise das Ergebnis. Zusätzlich dämpfte das Auslaufen eines Reservevertrags für das Kraftwerk Theiß im September 2025 die Erlöse aus der thermischen Erzeugung.
Dass das Konzernergebnis dennoch um knapp 10 Prozent auf 126,9 Millionen Euro kletterte, liegt an nicht-operativen Faktoren. Ein verbessertes Finanzergebnis und niedrigere Steueraufwendungen glichen die Schwäche im Kerngeschäft mehr als aus.
Investitionen in die Netzinfrastruktur
Können die massiven Investitionen die Abhängigkeit von schwankenden Erzeugungskoeffizienten langfristig verringern? Die Strategie der EVN deutet darauf hin: Bis 2030 plant der Konzern jährliche Investitionen von rund einer Milliarde Euro, wobei der Fokus klar auf dem Ausbau der Netzinfrastruktur und Speicherkapazitäten in Niederösterreich liegt. Im abgelaufenen Quartal wurden bereits 42 Megawatt an neuen Wind- und Photovoltaikkapazitäten sowie zusätzliche Batteriespeicher in Betrieb genommen.
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Parallel dazu bereinigt das Management das Portfolio. Der Verkauf des internationalen Projektgeschäfts an den Baukonzern Strabag befindet sich auf der Zielgeraden und soll laut Unternehmen bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.
Ausblick und Marktreaktion
An der Börse reagierten die Anleger gelassen auf die Zahlen. Die EVN Aktie notierte zuletzt bei 29,30 Euro und damit auf dem Niveau des Vortages. Mit einem Abstand von lediglich 1,18 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 29,65 Euro hält sich der Titel weiterhin in einer starken charttechnischen Verfassung.
Das Management bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2025/26. Erwartet wird ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 430 bis 480 Millionen Euro, was etwa dem Niveau des Vorjahres entspräche. Für die Aktionäre steht zudem eine erwartete Dividende von 0,90 Euro pro Aktie im Raum, die auf der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr finalisiert werden soll.
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