Freddie Mac hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettogewinn von über 10 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, verzeichnete jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang. Höhere Rückstellungen für Kreditverluste und schwächere Nettoeinnahmen drückten auf das Ergebnis. Trotz dieser operativen Herausforderungen wuchs das Hypothekenportfolio leicht an, während sinkende Refinanzierungskosten den Zinsüberschuss stützten.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Nettogewinn 2025: Über 10 Mrd. USD (niedriger als 2024)
  • Nettoeinnahmen: 23,3 Mrd. USD (Vorjahr: 23,9 Mrd. USD)
  • Zinsüberschuss: Anstieg um 8 %
  • Vorsorge für Kreditverluste: 1,3 Mrd. USD (Vorjahr: 476 Mio. USD)
  • Eigenkapitalwert (Net Worth): ca. 70,4 Mrd. USD (Stand 31.12.2025)

Höhere Risikovorsorge bremst Gewinn

Obwohl Freddie Mac das dritte Jahr in Folge einen Gewinn von mehr als 10 Milliarden US-Dollar erzielte, sanken die Nettoeinnahmen auf 23,3 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Nicht-Zinsertrag aus, der um 55 % auf 1,9 Milliarden US-Dollar einbrach. Verantwortlich hierfür waren primär Netto-Anlageverluste, nachdem im Vorjahr noch Gewinne verbucht werden konnten.

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Ein wesentlicher Faktor für das schwächere Ergebnis war zudem die massiv gestiegene Risikovorsorge. Diese kletterte von 476 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Neben dem Aufbau von Reserven für Neugeschäfte belasteten vor allem die schwächere Kreditperformance bei Darlehen für Mehrfamilienhäuser sowie veränderte Prognosen für die Entwicklung der Immobilienpreise die Bilanz. Wird das steigende Kreditrisiko bei Mehrfamilienhäusern zum dauerhaften Belastungsfaktor? Ein Großteil der Vorsorge entfällt bereits auf diesen Bereich.

Zinsüberschuss und Hypothekenmarkt

Positive Impulse kamen hingegen vom Zinsgeschäft. Der Zinsüberschuss legte um 8 % zu, was auf das um 2 % gewachsene Hypothekenportfolio und niedrigere Finanzierungskosten zurückzuführen ist. Der US-Immobilienmarkt zeigt sich derweil robust: Die Zinsen für 30-jährige Festzinshypotheken sanken in dieser Woche leicht auf 6,09 % und liegen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,87 %. Die Kombination aus solidem Wirtschaftswachstum und einem starken Arbeitsmarkt kurbelt die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen wieder an.

Kapitalmangel erschwert Staatsentlassung

Trotz der stabilen Milliardengewinne bleibt die politische Zukunft des Unternehmens ungewiss. In Washington wird weiterhin über die notwendigen Kapitalanforderungen debattiert, die Freddie Mac und Fannie Mae für ein Ende der staatlichen Zwangsverwaltung (Conservatorship) erfüllen müssen. Aktuellen Schätzungen zufolge fehlen den beiden Instituten zusammen noch immer rund 200 Milliarden US-Dollar an Kapital, um die geforderten Schwellenwerte zu erreichen.

Mit einem Eigenkapitalwert von rund 70,4 Milliarden US-Dollar zum Jahresende hat Freddie Mac zwar seine finanzielle Basis gestärkt, bleibt aber weit von einer eigenständigen Marktpräsenz ohne staatlichen Schutzschirm entfernt. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob das Unternehmen die steigenden Kreditrisiken bei gewerblichen Wohnimmobilien kontrollieren kann, während der politische Druck zur Neukapitalisierung zunimmt.

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